Pilgerreise des Mansa Musa, König von Mali -1324 | Zahlen schreiben Geschichte | ARTE

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https://youtu.be/iCL1aVEog7s

Im Jahr 1324 tritt ein schwarzer Herrscher aus dem äußersten Westen der damals bekannten arabischen Welt die Pilgerfahrt nach Mekka an. Auf seinem Weg verändert der malische König Mansa Musa nicht nur die Sicht der arabischen Völker auf die schwarze Bevölkerung Afrikas, sondern bereitet auch den Weg für eine goldene Zeit auf dem Kontinent.

Während Historie in Afrika lange Zeit vor allem mündlich weitergegeben wurde – und somit oft schwer zu datieren ist –, können doch einige Zahlen Geschichte schreiben. Eine dieser Ziffern ist 1324: das Jahr, in dem der malische Herrscher Mansa Musa die Chroniken der arabischen Völker füllt.
Wie es die Tradition verlangt, begibt sich Mansa Musa, ein gläubiger Muslim, auf die Pilgerreise nach Mekka. Von Mali aus durchquert der König die arabischen Länder und schlägt sein Lager auch in Kairo auf, das zu dieser Zeit politisches und kulturelles Zentrum des Islam ist. Die arabische Bevölkerung, die bis dato nur vage Vorstellungen vom äußersten Westen der damals bekannten Welt pflegt – und vor allem keinen schwarzen König am Ende der Landkarten vermutet –, wird von Musas prunkvoller, mit Gold und Gaben beladener und von Tausenden Männern gefolgter Karawane überrascht.
Das Aufsehen, das der reiche und weise Herrscher aus der Nähe Timbuktus erregt, führt dazu, dass Musa ins Licht der damaligen Geschichtsschreibung durch die Mamelucken gerät. Mansa Musas Pilgerschaft verändert die Sicht der arabischen auf die afrikanische Welt nachhaltig und hinterlässt sowohl politische als auch ökonomische Spuren auf dem afrikanischen Kontinent.

Dokureihe, Regie: Lucie Cariès (F 2020, 26 Min)

Video auf YouTube verfügbar bis zum 21/01/2021
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