Pamphlet gegen die antiemanzipatorische Debatte rund um die ertrunkenen Flüchtlinge.

Offener Brief an die trauernden und empörten Journalisten der Qualitäts- und Boulevardmedien die jetzt von der großen Betroffenheit heimgesucht werden wegen der Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer.

Die unterlassene Hilfeleistung die zu den zehntausenden Todesopfern im Mittelmeer führt, ist nicht erst seit gestern relevant.
Wir müssen darauf nicht im Speziellen eingehen, wir fragen uns schon seit fünf Jahren, warum unsere Politiker, Journalisten, Künstler und Wirtschaftstreibende diesen Wahnsinn einfach so hinnehmen.

In den letzten Tagen aber ist plötzlich die große Empörung ausgebrochen.
Zurecht wie wir finden, denn nun wird klar, wie viele Menschen im Mittelmeer ersaufen und mit ihren Träumen von einem zufriedenen und glücklichen Leben, das sie in ihren Heimatländern nicht mehr finden können, im Wasser untergehen.

Mit Bestürzung stellen wir aber fest, dass diese Empörung bei den meisten der betroffenen Menschen eine Grenze zieht. Diese Grenze läuft entlang der europäischen Grenzen und gerade die Menschen die meinen, man solle doch alle Flüchtlinge bei uns aufnehmen, sind es die diese Grenze im Kopf eisern verteidigen, denn sie sind nicht gewillt eine offene Debatte über diese Flüchtlingswellen und ihre Ursachen zuzulassen.
Diese geistige Grenze verhindert, dass über die imperialistische Kriegspolitik der Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Vasallen, wie so ziemlich alle NATO – Bündnispartner, die Europäische Union, einige Großkonzerne aus dem militärisch industriellen Komplex und ihrer Propaganda Medien, in einem vernünftigen Maß geredet werden kann.

Die empörten Journalisten, die glauben durch eine absolute Solidarität zu den Flüchtlingen ist man schon links, machen sich durch die konsequente Verweigerung zur Ursachenforschung, zu Handlangern rechtsextremer Kriegspolitik samt faschistischer Struktur aus der Symbiose von Kapitalmacht mit Staatsgewalt.

Wir bei BREITBAND BARTUNEK werden dieses Pharisäertum nicht mehr zulassen und wir werden in der nächsten Zeit alles daran setzen, dass diese Journalisten, die mit plattem Gekreisch von wegen „Antiamerikaner“, „Verschwörungstheoretiker“ und anderer Totschlagargumente die Menschen, die sich gegen die Kriegspolitik stellen denunzieren, im öffentlichen Raum immer mehr wahrgenommen werden und dass man dieser kleinen Elite von gehirngewaschenen Schreibern das Handwerk legt.
Wir werden Verlage und ihre Zeitungen samt Fernsehsender und ihrer Programme beim Namen nennen und wir werden alles daran setzen, dass diese Institutionen das verlieren, worum sie so stark buhlen – die Gunst des Publikums und das damit verbundene Kapital der Werbeindustrie.

Dadurch werden wir nicht nur zu einer offeneren Debatte beitragen sondern wir werden damit auch den armen Menschen, die aus ihren Heimatländern flüchten müssen, einen größeren Dienst erweisen, als es selbsternannte linke Journalisten tun, wenn sie meinen mit offenen Grenzen ist alles getan.

Wir solidarisieren uns mit den Flüchtlingen so stark, dass wir um ihre zerstörten und ausgebeuteten Heimatländer und ihre ermordeten Familienmitglieder weinen und wir werden aus dieser Trauer einen Zorn entstehen lassen, der dazu beitragen wird, dass die imperialistische, westliche Kriegspolitik endlich ein Ende findet.

Wir leben im Jahr 2015 und wir bei BREITBAND BARTUNEK verhalten uns dementsprechend modern und emanzipiert!

Gruppe42.com

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Gruppe42 folgt der Poetik von Aristoteles. Über die Komödie wollen wir bestehende Verhältnisse in den Grundfesten erschüttern, über die Tragödie wollen wir die Herrschaft des Volkes festigen. Ein Versuch und ein Anfang - ein Urknall ganz ohne Gott.



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