Oskar Lafontaine: “Probleme demnächst auch bei uns”

Ein weltnetz.tv-Interview mit Oskar Lafontaine

Anläßlich des Gedenkens an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vor 93 Jahren befragte weltnetz.tv Oskar Lafontaine zu linker Erinnerungskultur, Auswege aus der Finanzkrise und die Grenzen wirtschaftlichen Wachstums.

„Wenn es nicht gelingt, die Bankenkrise in den Griff zu kriegen, dann wird es nicht nur in Portugal oder Griechenland oder Italien Probleme geben, sondern demnächst auch bei uns” prognostiziert Lafontaine, Vorsitzender der saarländischen Fraktion der Linkspartei, im Hinblick auf die europäische Bankenkrise.
Trotz rückgängiger Wählerstimmen hält Lafontaine daran fest, dass die Linke die einzige Partei sei, die den Ausweg aus der Krise aufzeigen könne. Wichtigster Punkt sei hierbei die Direktvergabe von Krediten durch die Zentralbank an die Staaten. Das jetzige Geldsystem, bei dem die Banken den Staaten Geld zu vielfach höheren Zinssätzen liehen als sie es von ihnen erhalten haben, gehöre abgeschafft.

Dem kapitalistischen Prinzip der Gewinnmaximierung stellt Lafontaine das System des Gemeinschaftseigentums, der Allmende, gegenüber, in dem es möglich sei, ökologisch zu wirtschaften. Am Rande der Kranzniederlegungen stellte Lafontaine DIE LINKE insbesondere hinsichtlich der Frage über das ökonomische Interesse an und hinter den Kriegen in die Tradition Luxemburgs. Die Linke habe immer wieder darauf hingewiesen, dass es sich bei den aktuellen Kriegen um Ressourcenkriege handelt.

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