Obdachlos und drogenabhängig – Wir helfen uns selbst. Eine Stadt für alle | SWR Doku

Obdachlos und drogenabhängig – Wir helfen uns selbst. Eine Stadt für alle | SWR Doku

Was passiert, wenn Menschen, die von sozialer Hilfe abhängig sind, beginnen, sich selbst zu helfen? Harry, Iva, Simon und Marvin organisieren seit dem ersten Lockdown in Stuttgart eine Essensverteilung auf der Straße. André hat in Köln ein leerstehendes Bürohaus zu einem visionären Wohnprojekt für Obdachlose gemacht. Wie verändert das Engagement die Akteur:innen, die bis dahin passive Wohlfahrtsempfänger:innen waren? Wie reagieren professionelle Helfer:innen auf das neue Selbstbewusstsein?

Initiative für ein besseres Leben
Der Film von Susanne Böhm und Uwe Kassai zeigt den Aufbruch von Stadtbewohner:innen, die wohnungs- oder obdachlos sind oder als ehemalige Drogenabhängige an einem Substitutionsprogramm teilnehmen. Sozialarbeit kann die Symptome von Armut lindern, für ein besseres Leben braucht es aber auch die Initiative der Betroffenen selbst.

Unter der Stuttgarter Paulinenbrücke
Die sozialbedürftigen Harry, Iva, Simon und Marvin gründen während des ersten Lockdowns „Harrys Bude“ und den „Paule Club“. Unter der Paulinenbrücke, einem mehrspurigem Verkehrsknoten mitten in Stuttgart, verteilen sie Lebensmittel, die in Supermärkten nicht mehr verkauft werden konnten, an bedürftige Menschen.

Bürogebäude auf dem Kölner Großmarkt
In Köln hat André ein leerstehendes Bürogebäude besetzt. Ihm folgen andere, zum Beispiel polnische Wanderarbeiter, Menschen ohne eigene Wohnung und Obdachlose von der Straße. Die ungefähr 30 Bewohner:innen renovieren das Bürohaus und André gründet den Verein OMZ e.V., „Obdachlose mit Zukunft“. Als das Bürohaus abgerissen wird, überlässt die Stadt Köln nach langen Verhandlungen den Bewohner:innen eine neue Immobilie.

Eine Stadt für alle
Initiative zu ergreifen, für sich selbst zu sorgen und sich zu engagieren schafft Selbstbewusstsein und macht unabhängig. Damit gelingt es, Raum in der Stadt einzufordern. Die Geschichten aus Köln und Stuttgart zeigen, welche Kraft durch Self-Empowerment entstehen kann und sie geben neue Antworten auf zwei alte Fragen: Wem gehört die Stadt und wie möchte die Gesellschaft zusammenleben?

Diese Doku von Susanne Böhm und Uwe Kassei trägt den Originaltitel: Eine Stadt für alle – Wir helfen uns selbst, Ausstrahlungsdatum: 11.11.21. #swrdoku #swr
Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert.

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