Nutzung von fremden Bildern & Fotos – Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE Köln

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Die Rechtsfragen, die sich im Zusammenhang mit dem Foto- und Bildrecht stellen, werden in einer mehrteiligen Serie von Rechtsanwalt Christian Solmecke beantwortet. Im heutigen Teil geht es um die allgemeinen Fragen zur Urhebereigenschaft und der Nutzung fremder Fotos / Bilder im Internet.

Das Urheberrecht verfolgt gem. § 11 UrhG den Zweck, die Bilder bzw. Fotografien eines Urhebers zu schützen:

„Das Urheberrecht schützt den Urheber in seinen geistigen und persönlichen Beziehungen zum Werk und in der Nutzung des Werkes. Es dient zugleich der Sicherung einer angemessenen Vergütung für die Nutzung des Werkes.”

Diesen Schutz gewährleistet das Urheberrecht durch verschiedene Regelungen. Doch damit der urheberrechtliche Schutz greift, müssen bestimmte Voraussetzungen vorliegen. So ist im Vorfeld zu bestimmen, ob das erstellte Werk überhaupt dem Urheberrecht unterliegt und wer als dessen Urheber anzusehen ist. Dazu im Folgenden mehr.

Der Schutz eines Fotos durch das Urheberrecht soll dem Urheber zugute kommen. Dementsprechend ist in einem ersten Schritt zu klären, wer als Urheber einer Bildes oder einer Fotografie anzusehen ist. Das Gesetz erklärt in § 7 UrhG:

„Urheber ist der Schöpfer des Werkes.”

Es kommt demnach nur auf den Schöpfungsakt bzw. die Herstellung des Werkes an. Das Urheberrecht an einem Bild entsteht somit unmittelbar mit dessen Herstellung. Für die Entstehung des Urheberrechts an einem Foto, einer Skulptur oder Zeichnung ist der Wille oder die Erfahrung des Schöpfers unerheblich. Vielmehr werden vom Urheberrecht auch Werke geschützt, die unbeabsichtigt erstellt wurden. In rechtlicher Hinsicht handelt es sich bei der Herstellung eines Fotos um einen Realakt. Demnach kann ein Urheberrecht an einem Werk zwingend nur in der Person des Schöpfers entstehen.

Als Schöpfer und damit Urheber eines Werkes ist die Person anzusehen, die es erschaffen hat. Im Bereich der Fotografie wird in der Regel immer der Fotograf als Schöpfer des Fotos anzusehen sein. In der Person des Fotografen entsteht somit mit der Herstellung eines Fotos automatisch das Urheberrecht an dem Foto.

Als Schöpfer eines Werkes kommen grundsätzlich nur natürliche Personen in Betracht, da der in § 2 Abs. 2 UrhG verankerte Schöpfungsgedanke eine persönliche geistige Leistung erfordert, die nur von einem Menschen erbracht werden kann. Daher können juristische Personen oder Tiere keine Schöpfer im Sinne des Urheberrechts sein. Allerdings kommt es nicht darauf an, ob die Person ein gewisses Alter oder Reife besitzt. Ebenso muss die Person nicht geschäftsfähig sein.

Für die Entstehung der Urheberrechte an einem Werk kommt es nicht auf dessen Fertigstellung an. Vielmehr sind auch vorbereitende Handlungen, in denen sich bereits der „schöpferische” Gedanke erkennbar niederschlägt, urheberrechtlich geschützt.

Die Kanzlei Wilde, Beuger & Solmecke ist seit Jahren auf das IT- und Medienrecht, sowie auf Abmahnungen wegen Filesharings spezialisiert. Gerne beraten wir Sie daher an unserer Hotline unter der Rufnummer 0221 / 400 67 55.
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