Neokolonialismus in Mali – Andreas Buro, Friedensforscher 20.6.13

Nur wenig erfährt man derzeit über die aktuelle Situation in Mali: bekannt ist, große Teile des Nordens sind von Frankreich und seinen Verbündeten zurückerobert worden, die islamistischen Gruppierungen wurden zurückgedrängt oder haben sich selbst zurückgezogen.
Damit wäre der Auftrag Frankreichs, Mali nicht in die Hände von Islamisten fallen zu lassen, eigentlich ja erledigt, möchte man meinen.
Der Friedensforscher Andreas Buro vom Komitee für Grundrechte und Demokratie geht davon aus, dass es bei der militärischen Intervention in Mali nicht nur um den Kampf gegen Islamisten geht. Es handelt sich in seinen Augen auch nicht um ein kurzlebiges Ereignis, sondern der Krieg um Mali soll nach dem Willen der westlichen Führungsmächte eine EU-europäische Angelegenheit werden, Mali sowie die ganze Sahelzone soll zur Einflusssphäre der EU werden.
Damit einher geht für Andreas Buro eine zukünftige Aufgabenteilung des Westens. Die USA werden sich mehr dem Pazifik zuwenden und die EU soll Afrika übernehmen.
Wir haben mit dem Aachener Friedenspreisträger gesprochen und wollten von ihm wissen, woran sich diese Aufgabenteilung von USA und EU festmachen lässt




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