Nachbetrachtung zur Wien-Wahl 2020

Nachbetrachtung zur Wien-Wahl 2020

In der aktuellen Ausgabe unseres Podcastformats „Darüber sollten wir reden“ beschäftigen wir uns mit dem Wahlergebnis der Wiener Landtagswahl vom 11. Oktober 2020 (genauer gesagt der Wiener Gemeinderats- & Bezirksvertretungswahl ) und den politischen Schlussfolgerungen, die daraus zu ziehen sind.

Wir befassen uns detailliert mit den Wahlergebnissen von SPÖ, ÖVP, den Grünen, NEOS, FPÖ, Team HC Strache, LINKS, Bier und SÖZ und analysieren für Euch welche Rolle die Spitzenkandidaten Michael Ludwig (SPÖ), Gernot Blümel (ÖVP), Birgit Hebein (Grüne), Christoph Wiederkehr (NEOS), Dominik Nepp (FPÖ) und HC Strache (Team HC Strache) gespielt haben.

Die Berichterstattung des ORF am Wahlsonntag und in allen relevanten Wahlsendungen und ZIBs am Montag fiel vor allem dadurch auf, dass der ORF von den 3 Kleinparteien zwei – nämlich LINKS und SÖZ – komplett totgeschwiegen hat, die Partei BIER jedoch sehr wohl prominent vorgekommen ist und in den Genuss eigener redaktioneller Beiträge in “Wien Heute” am Montag und einer Extraerwähnung in der ZIB 2 ebenso am Montag gekommen ist. Gerade in Zeiten, in denen die Berichterstattung etablierter Mainstreammedien von immer mehr Menschen kritisch hinterfragt wird, ist es besonders bedauerlich, dass der ORF mit dieser offensichtlichen Benachteiligung von LINKS und SÖZ selbst Wasser auf die Mühlen seiner Kritiker gegossen hat.

Da Medien Wirtschaftsunternehmen sind basieren deren redaktionelle Auswahlentscheidungen einerseits auf den Nachrichtenwertfaktoren und zunehmend leider auch immer mehr eben auf dem Prinzip Tittytainment, also dem Unterhaltungswert eines redaktionellen Beitrags und da hat die BIER Partei, die einen starken Satirecharakter hat und eben für das Nationalgetränk Bier steht, gute Karten.

Im Wiener Gemeinderat sind insgesamt 100 Sitze zu vergeben, die absolute Mehrheit beträgt also 51 Sitze und das Mehrheitsfördernde Wahlrecht in Wien hat dazu geführt, dass die SPÖ mit 41,62% 46 Mandate erhält. Die Wiener ÖVP hat in absoluten Zahlen über 70.000 Stimmen im Vergleich zur Landtagswahl 2015 gewonnen und 20,43% und 22 Mandate erreicht, ihr bestes Ergebnis in Wien seit über 30 Jahren mit einem Plus von über 11% im Vergleich zum Wahlergebnis 2015.

Die Grünen haben oberflächlich betrachtet ihr bestes Ergebnis auf Wiener Landesebene mit 14,80% und 16 Mandaten erreicht, sind jedoch deutlich hinter Ihren Ergebnissen bei der EU Wahl 2019 und der Nationalratswahl 2019, die jeweils bei über 20% lagen, geblieben. Auf Bezirksebene erreichten die Wiener Grünen fast 18,5%, ein starkes Indiz dafür, dass die grüne Chefin Birgit Hebein kein vote-getter war.

Die NEOS sind mit 7,47% überraschend vor der FPÖ gelandet, die einen katastrophalen Absturz von über 30% 2015 auf 7,11% erlitten hat. Sowohl die NEOS als auch die FPÖ werden mit jeweils 8 Mandataren im Wiener Gemeinderat vertreten sein.

Vernichtend geschlagen wurde Heinz Christian Strache mit dem Team HC Strache, der die 5% Hürde bei weitem verfehlt hat und gerade einmal 3,27% erreicht hat. Einen Achtungserfolg hat die Partei LINKS mit 2,06% erreicht, die BIER Partei bekam ebenso respektable 1,80% und die Partei SÖZ (Soziales Österreich der Zukunft) 1,20%. Alle 4 Parteien blieben damit aber deutlich unter der 5% Hürde, die übersprungen werden muss, um in den Gemeinderat einzuziehen.

Für das freiheitliche („dritte“) Lager bedeutet das Wahlergebnis vom 11. Oktober – wenn man die Stimmen von FPÖ und HC Strache addiert – dass man mit gerade einmal 10% ein historisches Waterloo erlitten hat. Von vielen Analysten unbemerkt hatte der lautlose Abstieg der FPÖ auf Bundesebene bereits nach dem Sieg von Norbert Hofer im 1. Wahlgang zur Bundespräsidentenwahl 2016 begonnen als es Hofer trotz eines Vorsprungs von weit über 10% im 1. Wahlgang auf Alexander van der Bellen nicht gelang den ehemaligen Parteichef der Grünen in den Stichwahlen zu schlagen.

Mit der Veröffentlichung des Ibiza Videos am 17. Mai 2019 begann das freiheitliche Drama rund um Ihren damaligen Parteichef HC Strache und ein beispielloser Abstieg, der vor allem durch die Spesenaffäre von HC Strache massiv beschleunigt wurde. Mit der Veröffentlichung des Ibiza Videos am 17. Mai 2019 begann das freiheitliche Drama rund um Ihren damaligen Parteichef HC Strache und ein beispielloser Abstieg, der vor allem durch die Spesenaffäre von HC Strache massiv beschleunigt wurde.

Den vollständigen Artikel findest Du auf unserer Website:

https://www.idealismprevails.at/nachbetrachtung-zur-wien-wahl-2020/

Wenn euch dieser Podcast gefällt, dann findet ihr mehr von uns auf den folgenden Kanälen:

Homepage: https://www.idealismprevails.at/
Homepage English: https://www.idealismprevails.at/en/

🐤 TWITTER – https://twitter.com/idealismprevail

📘 FACEBOOK Idealism Prevails – https://www.facebook.com/idealismprevails/

📘 FACEBOOK IP Politics – https://www.facebook.com /IdealismPrevailsInternational/

📸 INSTAGRAM – https://www.instagram.com/ip_politics

#WienWahl2020 #SPÖ #ÖVP