Muslim und schwul: Religion war wichtiger als sein Leben I reporter

Muslim und schwul: Religion war wichtiger als sein Leben I reporter

Pstiwans eigener Vater wollte ihn töten, weil er schwul ist. Seinen Glauben hat Pstiwan dadurch verloren. Er fragt sich, wieso sollte er an einen Gott glauben soll, für den sein Leben Sünde ist.

Tugay wiederum ist schwul und praktizierender Muslim. Auch er wuchs mit homofeindlichen Äußerungen seines Vaters auf. Aber er hat in der liberalen Ibn Rushd-Goethe-Moschee in Berlin Unterstützung gefunden. Und hier berät Tugay auch selbst andere queere Muslime, die Schutz und Hilfe suchen.

Musik:
Chakuza – Glas-Beton (Instrumental)
Joy Division – Love will tear us apart (Piano-Version)
dné – Asos Model Crush

Viele Glaubensgemeinschaften vermitteln ein sehr negatives Bild von sexueller Vielfalt, das gilt auch für den Islam. In vielen muslimisch geprägten Ländern steht Homosexualität sogar unter Strafe und auch hier in Europa müssen viele Muslime ihre wahre Sexualität verstecken, wenn sie nicht riskieren wollen von ihrem Umfeld ausgegrenzt zu werden oder sogar Gewalt zu erfahren.

Falls ihr selbst in einer ähnlichen Situation seid und Beratung sucht, könnt ihr die Ibn-Rushd-Goethe Moschee per Instagram oder E-Mail kontaktieren. Außerdem helfen euch diese LQBTQ-Beratungen weiter:
Verbände LSVD (Lesben und Schwulenverband)
https://www.lsvd.de
Maneo (Anti-Schwule gewalt Projekt in Berlin)
http://www.maneo.de

Wenn ihr psychologische Hilfe sucht, könnt ihr auch bei der Telefonseelsorge anrufen. Dort könnt ihr kostenlos, anonym und rund um die Uhr mit jemandem sprechen. Oder aber ihr sprecht mit einer Person, der ihr vertraut. Das ist super wichtig!
Auch wenn es gerade schwierig ist: Verliert auf keinen Fall den Mut!
Die Telefonnummern:
0800 – 111 0 333 (für Kinder & Jugendliche)
0800 – 111 0 111

Hier findet ihr das Video von Tugay mit „Auf Klo“:

Schwulsein im Islam: "Gott sollte mich heilen" | Auf Klo

Team: Timm Giesbers, Marcel Karp, Birgit Hanke, Verena Klein, Julia von Cube

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Timm ist seit 2017 im reporter-Team. Er hat Journalistik und Politikwissenschaft studiert und parallel beim WDR seine journalistische Ausbildung gemacht. Daneben hat er für andere Medien, wie Die Zeit, Handelsblatt und den Deutschlandfunk gearbeitet. Seine größte Leidenschaft: kontroverse Interviews. Die größte Schwäche: schwarze Pullis.

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