Morbus Crohn – Leben mit einer unheilbaren Krankheit

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Morbus Crohn – Leben mit einer unheilbaren Krankheit

Sonja ist 29 Jahre alt und leidet seit ihrer Kindheit an Morbus Crohn, einer chronisch-entzündlichen Magen-Darmerkrankung. Etwa 160.000 Menschen leiden in Deutschland unter dieser Krankheit. Es gibt eine Vielzahl von chronischen Krankheiten. Was sie alle eint: Sie sind nicht vollständig heilbar. Umso schwieriger, wenn sie bereits in sehr jungem Alter auftreten. Erste Beschwerden hatte Sonja bereits im Alter von neun Jahren. Viele Jahre tappten die Ärzte im Dunkeln und niemand konnte ihr sagen, was sie genau hat. Mehrere Krankenhausbesuche, Intensivstationen, unterschiedliche Medikamente, Depressionen, Magersucht, Ausgrenzung und das ständige Gefühl, allein gelassen zu werden, begleiteten seither ihr Leben. Es dauerte lange, bis die Ärzte wussten, was sie genau hat. All das führte dazu, dass sich ihr Freundeskreis immer verkleinerte. Doch aufgeben kommt für sie nicht in Frage. Sie hat angefangen, ihre Ernährung umzustellen, treibt regelmäßig Sport, geht oft mit ihren Hunden raus und schafft nebenbei ihr Studium und drei Nebenjobs. Auch auf ihrem Instagram-Account berichtet sie regelmäßig von ihrer Krankheit und hilft anderen, die ebenfalls betroffen sind oder einfach nur Fragen haben. Über diesen Account hat auch Marspet sie gefunden. Für ihn ist es unvorstellbar, nicht das Haus verlassen zu können, wenn und wann er das möchte, denn er reist gerne und unternimmt viel. Er fragt sich: Wie ist das, seine Krankheit mit dem Netz zu teilen und woher nimmt Sonja die Energie und Motivation, ihren Alltag mit Morbus Crohn zu bewältigen?

Weiterführende Links:

Informationen über Morbus Crohn und den Umgang damit:

Was ist Morbus Crohn genau?
https://www.onmeda.de/krankheiten/morbus_crohn.html (Onmeda)

Ursachen, Risikofaktoren etc.: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/morbus-crohn/morbus-crohn-ursachen-risikofaktoren.html
(Berufsverband Deutscher Internisten e.V.)

Das Kompetenznetz chronisch entzündliche Darmerkrankungen e.V. ist ein Forschungsverband, der unter anderem auch Informationen zum Thema Morbus Crohn und Colitis ulcerosa bietet: https://www.kompetenznetz-darmerkrankungen.de

Informationen zu gut verträgliche und ungeeignete Lebensmittel für Morbus Crohn-Patienten: http://www.ernaehrung.de/tipps/morbuscrohn/

Informationen und Zahlen zu Morbus Crohn: https://www.tk.de/techniker/service/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/verdauungstrakt/was-ist-morbus-crohn-2021862 („Die Techniker“ Krankenkasse)

Du möchtest dich mit anderen Morbus Crohn-Betroffenen austauschen? Hier einige Links zu Selbsthilfegruppen:

Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung e.V.: https://www.dccv.de-CED-Hilfe e.V. Hamburg: http://www.ced-hilfe.de

Instagram-Account von Sonja: https://www.instagram.com/sunny_294/

Wichtig:

Im Video geht es auch um das Thema Suizid. Wer sich mit Suizidgedanken trägt, empfindet seine persönliche Lebenssituation als ausweglos. Doch es gibt eine Fülle an Angeboten zur Hilfe und Selbsthilfe, auch anonym.

Telefonseelsorge:

Die Telefonseelsorge ist unter den Rufnummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 sowie 116 123 rund um die Uhr erreichbar. Sie berät kostenfrei und in jeder Hinsicht anonym. Der Anruf hier findet sich weder auf Deiner Telefonrechnung noch im Einzelverbindungsnachweis wieder.

Menschen muslimischen Glaubens können sich an das muslimische Seelsorgetelefon wenden. Es ist ebenfalls kostenfrei und anonym 24 Stunden am Tag unter der Rufnummer 030/44 35 09 821 zu erreichen.

Chat der Telefonseelsorge:

Die Telefonseelsorge bietet Betroffenen auch die Möglichkeit an, sich Hilfe per Chat zu holen. Dazu meldet man sich auf deren Webseite an. https://chat.telefonseelsorge.org/index.php

E-Mail-Beratung der Telefonseelsorge:

Menschen mit Suizidgedanken können sich auch an die E-Mail-Beratung der Telefonseelsorge wenden. Der E-Mail-Verkehr läuft über die Webseite der Telefonseelsorge und ist deshalb nicht in Deinen digitalen Postfächern zu finden. https://ts-im-internet.de/

Überblick auf Hilfsangebote:

Darüber hinaus hat die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) zahlreiche Informationen zu Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und sozialpsychiatrischen Diensten aufgelistet, an die sich Suizidgefährdete und Angehörige wenden können, um Hilfe zu erhalten.

Entsprechende Informationen findet Ihr unter nachfolgendem Link: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/fuer-betroffene-und-angehoerige/

Team: Marspet, Katrin Schlusen, Sarah Sanner, Julia von Cube, Ralph Ziegenhorn, Silvia Peters

Ihr findet uns auch hier:
Twitter: https://twitter.com/reporter
Facebook: http://facebook.com/reporter.offiziell/

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