Moldawien | Ausverkauf einer Nation (Dokumentation)

Yvonne Debeaumarché berichtet aus Moldawien, einem Land, in dem das schmutzige Geschäft mit der Ware Mensch besondere Blüten treibt. In seinem “Trafficking in Persons Report” vom Juni 2008 verwies das US-Außenministerium auf die Zustände in diesem kaum bekannten kleinen Land zwischen Rumänien und der Ukraine. Die Dokumentation ist das Tagebuch einer Reise durch eines der ärmsten Länder Europas und ein Versuch, den Ursachen des modernen Menschenhandels auf die Spur zu kommen.

Opfer von Menschenhändlern sind in Moldawien nicht nur junge, sexuell ausgebeutete Frauen, sondern auch Männer und Kinder, die zu Arbeitssklaven erniedrigt werden. Offizielle Zahlen gibt es kaum, doch Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration gehen von 800.000 Migranten aus – bei einer Gesamtbevölkerung von vier Millionen Menschen -, die Moldawien verlassen haben; davon sollen zwei Prozent Opfer von Menschenhändlern sein, die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen.

Yvonne Debeaumarché berichtet, mit welchen Mitteln jeder Versuch, dieser schändlichen Praxis Einhalt zu gebieten, hintertrieben wird. Die Menschenhändler sind flexibel. Sie ändern ihre Routen und Ziele: Gestern belieferten sie den Balkan oder Italien, heute bedienen sie Kunden in der Türkei, auf Zypern oder in Dubai. Auch in der Wahl ihrer Methoden sind sie äußerst anpassungsfähig.

Die Autorin begleitet Mitarbeiter der Internationalen Organisation für Migration aus der Hauptstadt Chisinau . Sie wollen die Spur derjenigen verfolgen, die ins Ausland verschleppt worden sind. Ihr Auftrag: die Opfer der Menschenhändler zurück nach Hause zu holen, wo sie ihre Erlebnisse unter der Obhut geschulter Betreuer verarbeiten können. Die IOM arbeitet sehr eng mit UN-Organisationen zusammen. Sie ist eine der maßgebenden weltweiten Hilfsorganisationen im Migrationsbereich.

Außerdem kommen in der Dokumentation die Opfer selbst zu Wort: Zu Hause schlägt ihnen oft Verachtung und Ablehnung entgegen, von der Gesellschaft werden sie verstoßen. Ferner ein Anwalt, der um Gerechtigkeit für die Opfer kämpft, und Sozialarbeiter, die sich mit ihrer ganzen Kraft dafür einsetzen, den Zwangsarbeitern vor Ort zu helfen. Von entscheidender Bedeutung ist die Aufklärungsarbeit in den entlegenen ländlichen Gebieten Moldawiens, dort wo das Elend besonders groß ist und die Menschen dazu treibt, um jeden Preis ins Ausland zu gehen, auch auf die Gefahr, in die Fänge der Menschenhändler zu geraten.

Quelle: Quantologe.de – Volker Zorn Reutlingen – www.YouTube.com/user/Quantologe

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