Milch Macht und Märkte

Nur wenige wissen, welche Auswirkungen der niedrige Milchpreis in Europa auf afrikanische Milchbauern haben kann. Durch die Handelsliberalisierung – gestützt von Milliarden Euro für die Agrarwirtschaft – wird immer mehr Milch produziert. Die Überproduktion gefährdet auch die kleinen Milchbauern in Dritte Welt-Ländern wie Afrika, doch Protest gegen die Liberalisierungspolitik zeigt kaum Wirkung. Hauptsache billig – das ist für viele Kunden hierzulande das entscheidende Kriterium beim Einkauf. Das gilt auch für den täglichen Liter Milch. Zu Dumpingpreisen verkaufen viele Supermärkte dieses Lebensmittel. Den Kunden freut’s. Dass aber der Milchpreis in Europa auch direkte Folgen für ärmere Laender auf anderen Kontinenten hat, ist kaum jemandem klar.

Durch die Handelsliberalisierung wird immer mehr Milch produziert, die zu günstigsten Preisen in den Supermärkten landet. Effektiv arbeitende Großbetriebe verdrängen Kleinbauern und ruinieren so gewachsene landwirtschaftliche Strukturen. Hochsubventionierte Überschüsse werden zu Niedrigstpreisen auf dem Weltmarkt gehandelt – unter anderem auch in Afrika. Dort haben die Kleinbauern keine Chance mehr, ihre Produkte zu fairen Preisen zu verkaufen. Mühselig aufgebaute lokale Milchgenossenschaften werden so zerstört, den Bauern die Existenzgrundlage entzogen. Die Weichen für diese Entwicklung werden von den europäischen Agrarministern gestellt. Ihre Politik zielt darauf, auf dem globalen Markt wettbewerbsfaehig zu bleiben. Zum Nachteil der Kleinbauern – in Europa und Afrika.

Infos auch auf: http://www.campact.de/export/info/log

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