Meine Hölle Europa | Vom Geschäft mit Afrikas Frauen (Dokumentation)

Aus der Sicht der Opfer erzählt, konzentriert sich der investigative Film auf die sehr persönlichen Erfahrungen der jungen Frauen. Für sein Engagement erhielt Lukas Roegler den Shell Personal Development Award. Vom vermeintlichen Reichtum Europas verführt, geraten die jungen Frauen in die Fänge brutaler Frauenhändler und müssen sich zunächst einem okkulten Juju-Ritual in einem heimischen Schrein unterziehen. Erniedrigt und eingeschüchtert schwören sie ihren Peinigern in einer blutigen Zeremonie bedingungslose Treue.

An der Spitze dieses neuen und brutalen afrikanischen Sklavenhandels stehen die so genannten Madames – skrupellose nigerianische Zuhälterinnen, die den nigerianischen Frauenhandel zum einzigen organisierten Verbrechen weltweit machen, das ausschließlich von Frauen kontrolliert wird. Wer die anschließende gefährliche Reise durch die Sahara, die Einführung in die Prostitution in Mali oder Marokko und die Überfahrt nach Europa überlebt, landet sofort als exotische Sexsklavin auf den Straßen von Turin, Rom oder Verona.

Eine Flucht vor Abtragung ihrer individuellen Schulden von bis zu € 60.000 ist für die meisten Mädchen unmöglich. Durch ihren Mut, mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen, gelingt es, erstmals Licht ins Dunkel einer neuen Form der Sklaverei zwischen Afrika und Ländern wie Italien zu bringen, wo heute jede dritte Prostituierte aus Nigeria stammt.

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