Me, Myself and Media 36 – History statt Hysterie: G20 im nationalen Gedächtnis

Wenn heute zwei Menschen in Deutschland über den G20 Gipfel sprechen und dabei ihren Standpunkt austauschen, ist ihnen nur selten bewusst, dass sie dabei auf Bilder zurückgreifen, die von den Konzernmedien verbreitet wurden. Diese Medien sind nicht neutral, denn sie müssen als DAS Sprachrohr derer dekodiert werden, die zum G20 geladen haben.

Die Massenmedien sind der zwölfte Mann in einer Fussballmannschaft, nur dass dieser NICHT als neutraler Schiedsrichter aufläuft. Wie ein solches Spiel ausgeht, liegt auf der Hand.

Historische Ereignisse lassen sich durch die Auswahl der Bilder, mit denen sie in das Gedächtnis der Nation eingehen, schwer manipulieren und diese Technik wurde auch in Hamburg exzessiv angewendet. Die meisten von uns haben, wenn sie über den G20 Gipfel in Hamburg sprechen, Bilder von randalierenden schwarz vermummten Personen im Kopf, während kaum noch jemand über die 76.000 friedlichen Protestierenden spricht, die den Gipfel in Hamburg eröffnet hatten.

Wer entscheidet über die Gewichtung der Bilder und welche politische Botschaft soll hier subtil unters Volk gebracht werden?

Erstaunlich ist, dass ausgerechnet diejenigen, die sonst pauschal von “Lügenpresse” sprechen, wenn sie Spiegel, FAZ, Süddeutsche Zeitung oder ARD & ZDF meinen, eben diese Presseerzeugnisse zitieren, wenn dort sämtliche Gewalttäter des G20 als linke Extremisten bezeichnet werden.

Diese Reaktion wurde von den Bildgestaltern des G20 kalkuliert und funktioniert so zuverlässig, wie der Pawlow’sche Reflex. Zeig einem politischen Lager dessen Feindbild und du kannst es beliebig manipulieren. Exakt das geschieht aktuell.

Konservative und Linke schlagen sich gegenseitig die Schädel ein und die Eliten, die allein durch Auswahl, Gewichtung und Montage eben diesen Effekt herbeigeführt haben, machen so weiter wie gehabt.

Das ist der eigentliche Gipfel.

In der aktuellen Ausgaben von MMM 36 geht es darum, die ewig gleiche Technik des Einseifens der Massen en detail aufzuzeigen und damit die mediale Hysterie zu entschärfen.

Nichts an Hamburg war neu. Im Gegenteil. Die Geschichte ist voll von gewalttätigen Aktionen gegen die Machthaber, nur wird es Zeit, endlich Lehren aus dieser Geschichte zu ziehen. Ein Gang ins Archiv ist hier dringend zu empfehlen.
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