Mahatma Gandhi | Die Große Seele (ARTE Dokumentation)

Die Dokumentation zeigt ausgewählte Archivaufnahmen, in denen Gopal Godse ebenso zu Wort kommt wie der britische Historiker David Hardiman und der französische Politologe Christophe Jaffrelot. Kein Name ist mehr mit dem Unabhängigkeitskampf Indiens verbunden als der von Mahatma Gandhi. Der zivile Ungehorsam war seine Waffe gegen die britische Kolonialmacht. “Große Seele” nannten ihn seine Anhänger, Winston Churchill verspottete ihn hingegen als “indischen Fakir”.

Mahatma Gandhi prägte den Freiheitskampf einer ganzen Nation: Der schmächtige Inder symbolisierte wie kein anderer den Unabhängigkeitskampf gegen die britische Kolonialmacht. Er stand für den gewaltlosen Widerstand – ein schlichtes, aber überaus wirksames Mittel.

Mohandas Karamchand Gandhi, so sein bürgerliche Name, wurde am 2. Oktober 1869 in Porbandar an der indischen Westküste als Sohn einer reichen Kaufmannsfamilie geboren. Seine Eltern gehörten zu der Sekte der Jai, deren Hauptgrundsatz die “Ahimsa”, die Nichtanwendung von Gewalt, ist. Bereits als 14-Jähriger wurde er mit Kasturba, die ebenfalls aus einer angesehenen Familie stammte, verheiratet. Er studierte in Ahmedabad und London Rechtswissenschaft und arbeitete anschließend als Anwalt in Bombay.

1893 reiste Gandhi beruflich nach Südafrika. In den über 20 Jahren, die er dort blieb, setzte er sich für die Rechte der indischen Minderheit in Afrika ein und gründete den Natal Indian Congress. Bevor Gandhi 1914 nach Indien zurückkehrte, wurde ihm bei einer Abschiedsfeier der Titel Mahatma, “Große Seele”, verliehen.

Gandhi selbst mochte diese Auszeichnung nicht, er wollte nicht als Heiliger angesehen werden. Mehr und mehr gefiel ihm die einfache Lebensweise, bewußt entschloss er sich zu einem Leben in Enthaltsamkeit. Eine Brille und eine Taschenuhr gehörten zu seinen wenigen Besitztümern, das Garn für seine Kleidung produzierte er selbst an einem Spinnrad.

Auch engagierte er sich verstärkt in der nationalindischen Bewegung: Gandhi gab dem Unabhängigkeitsstreben der Inder ein Gesicht und wurde deren geistiger Führer, der Abzug der Briten aus Indien war sein Ziel, seine Methode der zivile Ungehorsam. Dabei war er beharrlich in seinen Aktionen: mehrfach wurde er verhaftet, weil er zum Boykott von englischen Erzeugnissen aufgerufen hatte.

Winston Churchill verspottete ihn 1930 als “indischen Fakir”, doch Gandhis Ansehen als Wegweiser der indischen Unabhängigkeitsbewegung wuchs. Seine bekannteste Aktion war der “Salzmarsch”, bei dem er 1930 zur Meeresküste marschierte, um das britische Salzmonopol zu brechen – zahlreiche Anhänger folgten ihm.

Quelle: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,7529683,00.html
Mahatma Gandhi | Die Große Seele (ARTE Dokumentation)

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