Lebenslang für Videla & Deutsche Handlanger bleiben ungeschoren

Der Fall des 24jährigen Studenten Klaus Zieschank ist nur einer von 100 Fällen von verschwundenen Deutschen bzw. Deutschstämmigen, die in der argentinischen Militärdiktatur von 1976 bis 1983 verschleppt und ermordet wurden. 30.000 Argentinier waren insgesamt zu beklagen. Die zögerlichen Versuche der deutschen Politiker und Diplomaten, diese verschwundenen Landsleute durch eine sogenannte «stille Diplomatie» zu retten, waren alle erfolglos.

Glaubt man dem Auswärtigen Amt, so hat die Deutsche Botschaft bis August mehrere Gespräche mit den argentinischen Behörden geführt. Da die Protokolle darüber noch immer unter Verschluss sind, bleibt die Frage nach der Qualität solcher Gespräche offen. Einen Hinweis darauf, was für Gespräche das waren, gibt Botschafter Kastl selbst:

Eines Abends sass ich mit der Frau eines Generals zusammen bei einem Gläschen Sekt, und sie sagte: Sie fragen die ganze Zeit, Herr Botschafter, nach den Verschwundenen, geben Sie es auf, wir haben uns geschworen, wir werden nie ein Wort darüber sagen, was wir tun oder was wir getan haben, geben Sie es auf”, erzählt der Botschafter, “es war eine Verschwörung des Schweigens, und sehr gut exekutiert, kann ich nur sagen.

1. Arte Info, 11.12.2009 + 2. ZDF heute, 23.12.2010
3. Verschiedene Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm
“Verschwörung des Schweigens – Argentinien 1976” von Elvira Ochoa & Frieder Wagner (BRD, 2003)
Quelle und weiterlesen: http://www.Zeit-Fragen.ch/ausgaben/2006/nr31-vom-3172006/leichen-im-keller-des-deutschen-auswaertigen-amtes/ /// Video: http://www.YouTube.com/user/DokuUndSo1

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