Langzeitarbeitslose sollen “Bürgerarbeit” leisten

Langzeitarbeitslose sollen vom 15. Juli an durch sogenannte Bürgerarbeit neue Chancen bekommen. Knapp die Hälfte aller Jobcenter beteilige sich an der Maßnahme, sagte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Freitag in Berlin. Am Anfang stehe eine mindestens sechsmonatige Aktivierungsphase, an der rund 160.000 erwerbsfähige Hilfebedürftige teilnähmen. Dabei werde individuell festgestellt, welche Tätigkeit für jeden Arbeitslosen infrage komme. Für das drei Jahre laufende Programm stünden 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung. Opposition und Gewerkschaften kritisierten das Projekt.

Fördern und Fordern

Wer in den sechs Monaten nicht in den regulären Arbeitsmarkt integriert werden kann, soll gemeinützige Arbeit leisten. Dafür sind 34.000 “Bürgerarbeitsplätze” vorgesehen. “Die Bürgerarbeit ist gewissermaßen die konsequenteste Form des Förderns und Forderns”, sagte von der Leyen. Je nach Region kommen nach Ministeriumsangaben dabei unterschiedliche Stellen infrage, etwa Begleitservice für Behinderte oder Essensausgabe. Für eine 30-Stunden-Woche sollen die Bürgerarbeiter 900 Euro im Monat bekommen.

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/8/0,3672,8088808,00.html
http://www.tagesthemen.de/multimedia/video/ondemand100_id-video736246.html

Sabine Krebs, MDR – [tagesthemen 22:30 Uhr, 19.12.2006] Bürgerarbeit: Modellprojekt zu Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Bad Schmiedeberg:
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video62348_bcId-_ply-internal_res-ms256_vChoice-video62348.html