Landraub 2/3 Wie die Reichen der Welt den Ärmsten Ackerland nehmen

Landraub 2/3 Wie die Reichen der Welt den Ärmsten Ackerland nehmen

Landraub – Wie die Reichen der Welt den Ärmsten Ackerland nehmen.

Playlist

Reiche Staaten mit geringer eigener Nahrungsmittelproduktion und internationale Konzerne erwerben in atemberaubendem Tempo Agrarflächen in zum Teil bitterarmen Entwicklungsländern. Die Investoren wissen, dass Nahrungsmittel langfristig knapper und teurer werden, weil die Zahl der Menschen steigt, weil Anbauflächen für Biosprit beansprucht und durch Misswirtschaft und Klimawandel weniger ertragreich werden. Besonders betroffen ist Kambodscha. Firmen aus Kuwait und Qatar z.B. erwerben Hunderttausende Hektar besten Ackerlands und versprechen Infrastruktur. Sie wollen mit modernsten Methoden Reis im Land der Khmer anbauen und in ihre Länder exportieren. Was bedeutet das weltweit zunehmende “land grabbing” für die Subsistenzbauern, die Agrarstruktur und Ernährungssicherheit der betroffenen Länder? Die Vermarktung ehemals volkseigener Agrarflächen und Wälder in Ostdeutschland hat im vergangenen Jahr die Kassen des Bundes klingeln lassen. Wie die zuständige Bodenverwertungs- und verwaltungsgemeinschaft (BVVG) am Freitag mitteilte, haben Verkauf und Verpachtung einen Überschuss von 494 Millionen Euro eingebracht. Im Vorjahr waren es noch 366 Millionen Euro. Feldmaschine fährt über ein Getreidefeld 400.000 Hektar Agrarflächen hat die BVVG noch in ihrem Bestand Die Gesellschaft sprach von einem Ausnahmeergebnis. Als Grund sieht sie vor allem die gestiegenen Marktpreise. Der durchschnittliche Verkaufspreis für landwirtschaftliche Flächen sei mit 8.205 Euro pro Hektar gegenüber dem Vorjahr um rund 30 Prozent gestiegen. Am billigsten ist das Agrarland in Brandenburg zu haben. Dort liegt der durchschnittliche Verkaufspreis bei 6.110 Euro je Hektar. Am teuersten ist Land in Sachsen-Anhalt – mit 10.998 Euro pro Hektar. Im Schnitt sind die Preise für Agrarflächen im Osten aber immer noch nur halb so hoch wie in den alten Bundesländern mit 17.200 Euro pro Hektar. Nach Recherchen des MDR-Magazins “exakt” haben deshalb millionenschwere Anleger und Investmentfonds aus dem Westen ein Auge auf die Flächen geworfen. Dadurch hätten einheimische Landwirte das Nachsehen, weil sie mit deren Angeboten nicht mithalten könnten.

http://www.mdr.de/nachrichten/6995203.html Euro Keuronfuih (Politprofiler)

Politik Profiler

Politik Profiler

Ich bin nur ein Mensch, der sich bemüht alles frei von Religionen, Ideologien, Weltanschauungslehren, festgeschriebenen Werten und parteilichen Grundeinstellungen zu sehen. Sie verfälschen die Wahrnehmung der Realität. Ich werde keiner Schablone entsprechen, egal welche man für mich bereithält.