Kriegsschauplätze in Syrien – östliche Ghouta, Afrin, Euphrat-Tal | Karin Leukefeld

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Kriegsschauplätze in Syrien – östliche Ghouta, Afrin, Euphrat-Tal | Karin Leukefeld

Kriegsschauplätze in Syrien – Was wir über die östliche Ghouta, Afrin und das Euphrat-Tal wissen sollten | NachDenkSeiten-Podcast

Jeden Tag hören wir – meist schlechte – Nachrichten aus Syrien. Auch wenn wir von den NachDenkSeiten versuchen, ein wenig Licht in den Nebel zu bringen und Ihnen eine Alternative zur den meist sehr einseitigen Berichterstattung in den klassischen Medien anzubieten, so ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Daher haben wir die Journalistin und Nahostexpertin Karin Leukefeld, die zu den wenigen Quellen aus der Region gehört, auf deren Urteil wirklich Verlass ist, gebeten, die aktuelle Gemengelage in Syrien für die Leser der NachDenkSeiten in einer verständlichen Form aufzubereiten. Was dabei herauskam, ist ungemein lesenswert. Bitte reichen Sie diesen Artikel auch an Ihre Freunde, Bekannte, Verwandte und Kollegen weiter. Es lohnt sich.

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Die direkten Nachbarländer Syriens, der Libanon, Türkei und Irak wollen eine Aufteilung Syriens verhindern, ebenso Russland und der Iran, die mit der syrischen Regierung und Armee verbündet sind. Die Syrer haben mit mehr als 2500 lokalen Waffenstillständen ihren Wunsch nach Frieden und Wiederaufbau ihres verwüsteten Landes deutlich manifestiert. Die USA allerdings verfolgt andere Pläne und Washington hat seine Partner entsprechend informiert und instruiert.

Syrien soll zerschlagen werden, um dessen Bündnispartner Russland und Iran ebenso wie die libanesische Hisbollah zu schwächen. Dem Protokoll eines Treffens der „Kleinen Syriengruppe“, zu der die USA Anfang Januar 2018 zunächst Großbritannien, Frankreich, Jordanien und Saudi Arabien nach Washington eingeladen hatte ist zu entnehmen, dass der Druck auf Russland aufrecht erhalten oder auch erhöht werden soll, um den US-Plan umzusetzen (libanesische Tageszeitung Al Akhbar, 22.3.2018). Dafür sollen UNO-Einrichtungen, auch der UN-Sonderbeauftragte für Syrien, Staffan De Mistura angewiesen werden. Sollte Moskau sich weigern, den US-Forderungen „an das syrische Regime“ nachzugeben, werde man weitermachen wie man bereits begonnen habe (Druck auf Moskau auszuüben): „Die humanitäre Lage in Syrien und die russische Komplizenschaft bei den Luftangriffen“ sollen angeprangert werden. Bis zu den Präsidentschaftswahlen in Russland habe man noch viele Möglichkeiten, den Druck auf Russland und den Kreml zu erhöhen.

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2. März 2018 um 15:48 Uhr
Karin Leukefeld (verantw. Redaktion)
Sprecher: Tom Wellbrock

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