Krieg im Kopf | Ehemalige Zeitsoldaten nach Rückkehr aus Afghanistan

Arbeitslose Jugendliche in Berlin und Brandenburg gehören seit Jahren zur umworbenen Zielgruppe der Bundeswehr. Der Nachwuchs wird vor allem für Auslandseinsätze gebraucht. Immer mehr junge Männer, die keine beruflichen Alternativen haben, entscheiden sich für einen vierjährigen Dienst, ohne richtig zu wissen, was auf sie zukommt. Ehemalige Zeitsoldaten bei ihren Schwierigkeiten der Rückkehr ins zivile Leben. Film von Thomas Balzer.

Die Soldatenzeit umfasst keinesfalls nur gut bezahlte Ausbildungsjahre, die danach vor Arbeitslosigkeit schützen. Bereits nach der Grundausbildung geht es ins Ausland. Diese Tatsache versteckt sich in der bunt bebilderten Werbebroschüre aus dem Jobcenter weit hinten. Rund 215.000 Zeitsoldaten waren bis heute für die Bundeswehr im Auslandseinsatz. Viele werden während ihres Einsatzes verletzt, andere kommen körperlich zwar unversehrt, aber schwer traumatisiert zurück. Sie finden sich im Zivilleben nicht mehr zurecht.

Schlagzeilen machte im August 2007 der Fall des Sebastian H. in Berlin. Er überfiel nach seiner Rückkehr aus dem Afghanistan-Einsatz einen Touristen und wurde kurz darauf von zwei Polizisten erschossen, als er eine Schreckschusswaffe zog. Die Reportage von Thomas Balzer begleitet junge Männer bei ihrer Entscheidung, sich für einen Dienst bei der Bundeswehr zu melden. Ebenso zeigt sie zurückkehrende Zeitsoldaten bei ihren Schwierigkeiten, im zivilen Leben ihren Platz zu finden.

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