Kraftwerk für zu Hause?

Der Plan ist kühn: 100.000 Wohnhäuser mit Minikraftwerken im Keller ausrüsten, und damit zwei Atomkraftwerke einsparen. Ein Ökostromanbieter und der VW-Konzern starten jetzt damit. Aber warum? Was gibt es für Risiken? Netzüberlastung? Fehler in der Steuerung? Was ist dran an der Zukunft des “Kraftwerk für zu Hause” oder handelt es sich doch nur um eine geschickte Abhängingkeit zu Gas?

Update 1: Energie aus dem eigenen kleinen Kraftwerk im Keller so könnte für viele Hausbesitzer in Deutschland die Zukunft aussehen. Der unabhängige Ökostrom-Anbieter Lichtblick will zusammen mit dem Autohersteller Volkswagen sogenannte Minikraftwerke bauen. Mit ihnen können die Verbraucher Strom und Wärme selbst erzeugen und dabei umweltschonend Energie sparen.

100.000 der sogenannten „Zuhausekraftwerke sollen in den nächsten zehn Jahren installiert werden. Die Geräte sind etwa so groß wie eine Waschmaschine und erzeugen Energie mit Hilfe eines VW-Erdgasmotors. Dieser wird sonst in Modellen wie dem Touran oder dem Caddy eingebaut. Volkswagen sichert sich damit neue Marktanteile jenseits der Automobilbranche. Doch vor allem könnten die neuen Minikraftwerke den deutschen Strommarkt kräftig aufmischen.

Denn erstmals können Stromkunden unabhängig von großen Konzernen ihren eigenen Strom erzeugen und sogar ins Netz einspeisen. Dazu kommt: bis zum Jahr 2030 soll rund ein Drittel des Strombedarfs in Deutschland aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Aber was,wenn der Wind mal nicht weht? Bisher ein ungelöstes Problem. Dann springen die kleinen Kraftwerke ein. Mehrere Tausend zusammengeschaltet könnten bis zu zwei Atomkraftwerke ersetzen. Claudia Laszczak

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  • Kommentare zum Video

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    Bernhard
    Zuschauer

    Dieser Ansatz ist auf jeden Fall überlegenswert und hat einige Vorteile, wenn man ihn intelligent anpackt. So könnte man z.B. akuell vor allem die Anschaffung im Süden in den Blackout-gefährdeten Gebieten fördern und bei Bedarf hier diese Mini-Kraftwerke zuschalten. Diese hätte den Vorteil der kurzfristigen Umsetzung. Zusätzlich muß man hierfür keine extra Stromleitungen erstellen und der Strom wird quasi vor Ort produziert.

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