Kräuterkombination in Kübeln

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Kräuter gibt es unzählige. Staudengärtnerin Susa Müller zeigt, wie man mehrere davon standortgerecht in Kübeln kombiniert: von Sonne bis Schatten, von feucht bis trocken.

Die Kräuter
Die meisten Kräuter sind Sonnenanbeter. Je mehr Licht sie bekommen, desto mehr ätherische Öle bilden sie aus und umso aromatischer schmecken sie. Das gilt im Beet genauso wie im Kübel. Doch es gibt auch Ausnahmen, die mit weniger Licht zurechtkommen. Egal, ob Sonne oder Halbschatten, nicht alle Kräuter wachsen gerne zusammen mit anderen im selben Gefäß. Zitronenverbene, Liebstöckl oder auch Minzen haben so ausladendes Wurzelwerk, dass andere Pflanzen mit ihnen im Kübel kaum konkurrieren können. Daher pflanzt man sie lieber solitär. Bei Kombinationen von mehreren Arten in einem Kübel gilt: aus Abwechslung achten und Pflanzen aus verschiedenen Familien wählen. Und die Standortansprüche beachten!

Hier die im Beitrag gezeigten Pflanzbeispiele:
Für die Sonne:
Kübel 1: kriechendes Berg-Bohnenkraut (Satureja spicigera), Zwerg-Ysop (Hyssopus officinallis ssp. aristatus), Kaskaden-Thymian (Thymus longicaulis ssp. odoratus), Sizilianischer Oregano (Origanum x majoricum), Riesen-Schnittlauch (Allium schoenoprasum ‘Forescate‘), Pizza-Thymian (Thymus ‘Tabor‘), Provence-Thymian (Thymus vulgaris ‘Fleur Provencale‘), Kümmel (Carum cavi)

Kübel 2: Marzipan-Salbei (Salvia officinalis ‘Nazareth‘), Schnitt-Knoblauch (Allium tuberosum), Schweizer Oregano (Origanum Laevigatum-Hyb. ‘Aromaticum‘), Duftnessel (Agastache rugosa)

Für den Halbschatten:
Kübel 1: Süßdolde (Myrrhis odorata), Wald-Erdbeere (Fragaria vesva var. vesca)
Kübel 2: Schottischer Liebstöckel (Ligusticum scoticum)
Kübel 3: Meerrettich (Armoracia rusticana)

Gefäße und Substrat
Wer keine Kübel zum Bepflanzen hat, kann auch auf Körbe, Zinkwannen oder alte Kochtöpfe zurückgreifen. Susa Müller verwendet solche Gefäße besonders gerne, weil sie mehr Abwechslung in den Topfgarten bringen. Sie rät aber dazu, Töpfe und Wannen unbedingt mit Löchern für den Wasserabzug zu versehen, damit keine Staunässe entsteht. Körbe und andere luftige Behältnisse kleidet die Gärtnerin mit Noppenfolie und Folie aus. Zum Befüllen der Gefäße verwendet Susa Müller strukturstabiles Dachgartensubstrat. Wer das nicht zur Hand hat, kann auch normale Blumenerde verwenden und mit je einem Drittel Kompost und Ziegelsplitt/Sand/Tongranulat anreichern. Düngt man die Pflanzen zusätzlich 1-2mal im Jahr mit organischem Mehrnährstoffdünger, hat man lange Freude an solchen Topfgärten.