Konfrontativer Auftakt bei Syrienkonferenz

Karin Leukefeld, langjährige Syrien- und Nahostkorrespondentin, berichtet im Gespräch mit weltnetz.tv vom Auftakt der Syrien-Friedenskonferenz im schweizerischen Montreux. (Aufzeichung des Interviews am 22.01.2014)

„Das Manöver, den Iran erst ein- und dann wieder auszuladen, war natürlich ein Zeichen deutlicher Schwäche der Vereinten Nationen. Die Vereinten Nationen agieren hier im Auftrag der USA und Russlands. Und die USA waren ganz offensichtlich dagegen, dass der Iran teilnimmt. Wobei man sagen muss, dass die USA da natürlich auch im Interesse ihrer Verbündeten gehandelt haben, nämlich einerseits Frankreichs, das gegen eine Teilnahme des Iran war und Saudi-Arabiens, das gegen eine Teilnahme des Iran war. Diese Staaten unterstützen die Oppositionsdelegation, die anwesend ist, nämlich die „Nationale Koalition”. Das hat doch deutlich gezeigt, dass die Vereinten Nationen nicht tatsächlicher Herr des Geschehens sind, sondern dass sie lediglich ihren Namen für diese Veranstaltung zur Verfügung stellen. Ein UN-Beamter hat das so bezeichnet: dass die UN nur so stark ist, so stark eben die einzelnen UN-Mitglieder sich auf einen Konsens einigen können. Und in Bezug auf den Iran gab es hier keinen Konsens.” (Karin Leukefeld)

Für das Transkript des ganzen Gespräches bitte auf weltnetz.tv gehen.

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