Klostergarten Elchingen: Blumenzwiebeln setzen

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Klostergarten Elchingen: Blumenzwiebeln setzen

Großeinsatz im Klostergarten: Säckeweise Traubenhyazinthen, Kugellauch und Krokusse. Sigrid Hiller vom Gartenbauverein Oberelchingen möchte gemeinsam mit ihrem Vereinsfreundinnen und -freunden Blumenzwiebeln pflanzen. Und eine Eidechsenburg bauen!

Garten für Kirche und Verein
Sigrid Hiller war schon lange auf der Suche nach einem Garten, den der Gartenbauverein betreuen und gestalten kann. Sie entdeckte, dass der Klostergarten nicht gepflegt wurde. Und fragte bei der Kirche an, von der sie den Zuschlag bekam, den Garten nach ihren Vorstellungen bepflanzen zu können.
Der Garten ist auch ein Prozessionsgarten. Sieben Bronzeplastiken des Bildhauers Waldemar Otto stellen die „Sieben Schmerzen Mariens“ dar. Und weil Blau die Farbe der Heiligen Maria ist, war Sigrid Hiller klar, dass hier blaue Blumen gepflanzt werden müssen.
Aber es gibt ein Problem im Garten, das sich zeigt, als ihr Mann mühsam versucht die Grassoden abzuheben und Beete auszustechen. Der Boden ist voller Steine. „Den Boden hat man aufgefüllt mit allem Möglichen – Ziegelstein, Kiesel, Bruch und dann nur etwas Boden drauf,“ seufzt Sigrid Hiller. Der Mutterboden ist nur wenige Zentimeter dick. Regenwasser versickert sofort.

Krokusse und Traubenhyazinthen
Daher will sie mit ihren Gartenvereinsfreunden Toskanische Krokusse (Crocus etruscus ´Zwanenburg´) setzen – immer in kleinen Gruppen zu dreißig Zwiebeln. Die Krokusse müssen sorgfältig gesetzt werden, mit den „Augen“, den Triebspitzen nach oben. Anschließend kommen die Grassoden wieder auf die kleinen Beete und werden mit den Füßen fest getrampelt: „Die Krokusse haben wirklich die Kraft, durch die Erde und Grassoden durchzukommen,“ versichert Sigrid Hiller und scheint dabei aber selbst erstaunt über Zähigkeit der Blumen: „Ein bisschen Kompost dazu, dann schaffen die das tatsächlich.“
Auch die Traubenhyazinthen im Nachbarbeet vertragen die Trockenheit gut. Sie werden nicht Gruppen gesetzt, sondern locker geworfen und gleichmäßig verteilt. Und schließlich wenige Zentimeter eingegraben. Weil sie sich wild vermehren, werden sie im Frühjahr dicht stehen und wie ein mäandernder Bach – in Blau – das Beet bedecken.

Quartier für Eidechsen
An der südseitigen und stark sonnenbeschienenen Klostermauer schütten ihre Vereinsfreunde Elena Oesterle und Kilian Bayerle Schotter auf. Sie bauen ein Eidechsen-Quartier, wo diese sich sonnen, ihre Eier ablegen und überwintern können.
Die beiden schneiden ein festes Tuch zurecht, mit dem sie den Schotter abdecken. Damit wollen sie verhindern, dass Erde die Zwischenräume des Schotters füllt. Denn dort sollen sich die Eidechsen verstecken können. Auf das Tuch kommen Erde und Sand – für die Eiablage der Eidechsen. Die Sonne wird den Sand erwärmen und die Eier ausbrüten. Das sandbedeckte Tuch befestigen die beiden mit den hier vorkommenden Steinen aus Quelltuff.
Durch die Lücken zwischen den Steinen können die Eidechsen unter das Tuch zum Schotter-Versteck gelangen. Und im Sand ihre Eier ablegen.

Öffnungszeiten
Der Klostergarten Elchingen ist von Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet.

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