KenFM über: Der Freie Markt

Totale Freiheit würde vor allem denen nützen, die aus dem alten System kommend aus einer besseren Position starten würden und könnte man nur verhindern, indem man all diese Personen von diesem Planeten entfernt. Aber auch diese Maßnahmen würden eine Wettbewerbsverzerrung nur verzögern, nicht aber verhindern.

Was den Libertären bei ihrer Idee des freien Marktes bis heute entgangen zu sein scheint, ist die Natur des Menschen. Der Mensch ist des Menschen Feind. Das zieht sich als roter Faden und für jeden unübersehbar durch das, was der Mensch Geschichte nennt, nur dass diese Geschichte die Geschichte des Menschen meint, als gäbe es sonst keine andere.

Das einzige, auf das man sich bei der Natur des Menschen verlassen kann, ist die Tatsache, dass alles, was ein Mensch heute ist, wie er lebt, was er mag, was er ablehnt, sein Geschmack, seine Moral, dass das alles so schnell wechseln kann wie die angesagten Styles bei H&M. Man kann sich beim menschlichen Verhalten in der Zivilisation nur darauf verlassen, dass es mit der Mode geht, während der größte Teil der ursprünglichen Natur des Menschen immer dann zutage tritt, wenn ein staatliches Korrektiv wegbricht.

Gemordet, vergewaltigt oder gebrandschatzt wird entweder auf Befehl, noch eher aber wenn der Täter davon ausgehen kann, nicht bestraft zu werden. Dann mutieren ganz normale Menschen über Nacht zu abscheulichen Bestien. In jedem von uns schlummert ein massenmordender Sadist. Die Umstände halten ihn in Schach. Ändern sich die Umstände, ändert sich der Mensch. Der Wahnsinn liegt 24 Stunden am Tag auf der Lauer.

Der Libertäre selber ist der Fehler im System, der die Idee des Libertarismus zum Scheitern bringen würde, denn auch der Libertäre ist ein Mensch, der sich in der Gruppe und zu Macht gekommen, völlig anders verhalten würde als zuvor angenommen und propagiert.

„Die Sauberkeit der Revolution dauert höchstens vierzehn Tage“
-Jean Cocteau

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