KenFM im Gespräch mit Karin Leukefeld über den Status Quo in Syrien

Syrien ist geopolitisch viel zu wichtig, als es den Syrern zu überlassen. Es ging nie um Assad, so wie es nie um Massenvernichtungswaffen im Irak ging. Die gesamte Region hat schlicht das Pech, dass sie schon immer die Begehrlichkeiten des gerade herrschenden Imperiums weckte.

Man muss Syrien als Teil eines Domino-Spiels erkennen, dessen andere Steine seit dem 11. September 2001 schon zu Fall gebracht wurden. Afghanistan, Irak, Libyen wurden bereits im Vorfeld in die Steinzeit zurück gebombt. Das dabei bewusst erzeugte Chaos hilft vor allem den Industrienationen, billig an den Rohstoff Nr. 1 heran zu kommen. Erdöl.

Wer Syrien kontrolliert, schlägt aber weitere Fliegen mit einer Klappe.
In Syrien laufen diverse Pipelines auf, die Gas und Öl aus Russland und dem Iran Richtung Europa schleusen. Der Krieg gegen Syrien ist also vor allem ein Krieg gegen ein wieder erstarktes Russland und gegen die aufstrebende Regionalmacht Iran. Wer hat Interesse an dieser Behinderung?

Allen voran die USA, die mit der Zerschlagung Syriens auch den syrisch-russischen Militärhafen Tartus unter ihre Kontrolle bringen wollen. Tartus und das auf der Krim liegende Sevastopol bilden eine Einheit. Das Spiel der NATO ist offensichtlich, es fehlt den Strategen in Washington an der Fähigkeit zu Tarnen und zu Täuschen.

Der zweite große Strippenzieher in Syrien heißt Saudi-Arabien. Das Land ist der Terrorpate Nr. 1 der Region und stellte den größten Teil der Personen, die offiziell für den 11. September verantwortlich gewesen sein sollen. Allen voran Osama Bin Laden, dessen Familie bis heute enge Kontakte zur Bush-Familie pflegt. Saudi-Arabien ist offizieller Sponsor für mehr Demokratie in Damaskus! Ein Treppenwitz.

Aber auch Israel wäre mehr als glücklich, wenn Syrien endlich in seine Bestandteile zerlegt werden würde. Dann könnte die Besatzungsmacht Israel die seinerzeit erbeuteten Golanhöhen final behalten. Hier geht es vor allem um Wasser.

Kommen wir nach Deutschland.

Kaum bekannt ist, dass die wiedervereinigte BRD bei der Zerschlagung Syriens eine erhebliche Rolle spielt. Der sogenannte Perthes-Feldman-Plan ist ein schon vor Jahren beschlossener Deal, der zum Ziel hat, Syrien in bewährtem Kolonialstil aufzuteilen und die Bevölkerung als Konkursmasse zu verwerten.

Umgesetzt wird dieser Plan vom Think-Tank SWP, der „Stiftung Wissenschaft und Politik“. Der Kopf dieses US-Werkzeuges, das mit deutschen Steuergeldern finanziert wird, ist Volker Perthes. Perthes ist mehr als ein „Berater“. Er hatte seinerzeit die Idee, mit dem Computer-Virus Stuxnet das iranische Atomprogramm zu sabotieren. Damit beteiligte sich ein deutscher Berater der Bundesregierung an der verdeckten Kriegsführung der USA gegen ein Land, das zur BRD immer ein gutes Verhältnis hatte.
Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen? Pustekuchen, wie wir seit 1999 wissen.

Perthes ist eine Art Parteisoldat der CIA und arbeitet seit 2005 an der Zerschlagung Syriens. Perthes Herrchen, Jeffrey D. Feldman, war bis 2012 Nahost-Verantwortlicher im US-Außenministerium und arbeitet heute als die Nr. 2 hinter Ban Ki-Moon in einer UNO, die man als vollständig von den USA unterwandert bezeichnen muss.
Abhören ist da noch die lässigste Methode, um seine Ziele durchzusetzen. Oligarchen-Demokratie, sprich Wirtschaftsfaschismus.

Dass die Rechnung in Syrien bisher nicht aufging, ist dem Umstand geschuldet, dass die US-Erfindung ISIS sich verselbständigt hat, und die Russen Damaskus militärisch massiv unterstützen. Nur wer bereit wäre, Bodentruppen im großen Stil zu entsenden, kann das Blatt für sich wenden.

Während NATO und Russland auf Bombenteppiche setzen, um die jeweils andere Seite in Schach zu halten, planen die Geostrategen des Pentagon mittelfristig die Entvölkerung Syriens. Jeder Syrer, der das Land verlässt und die Grenzen Europas überschreitet, schwächt Assad. Das Land blutet aus.

Die parallel entstehenden Spannungen in Europa helfen den USA dabei, den Kontinent untereinander aufzubringen. Wer nicht mitspielt, bekommt so lange Besuch, bis er einknickt. Wer dagegen mitspielt, dem winkt eine fette Beute in Syrien. Das erklärt die „Wir-schaffen-das“-Politik von Angela Merkel. Die Frau arbeitet ihren Teil des Perthes-Feldman-Plans solide ab. Sie ist eine Marionette und wird dafür womöglich mit einem Job in der UNO belohnt. Wetten, dass?

KenFM sprach mit der ausgewiesenen Syrienkennerin Karin Leukefeld, die mit ihrem Buch „Flächenbrand“ ein Werk vorgelegt hat, das nicht zufällig von den Mainstream-Medien komplett ignoriert wird.

Leukefelds Aussagen sind wie eine Handgranate in einem Munitionslager. Das Ende des Informationsmonopols macht es möglich, dass diese ihre Informationen dennoch die Chance haben, die Massen zu erreichen.

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