KenFM-Gastkommentar von Evelyn Hecht-Galinski: Der Holocaust heiligt die Mittel

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KenFM-Gastkommentar von Evelyn Hecht-Galinski: Der Holocaust heiligt die Mittel

KenFM-Gastkommentar von Evelyn Hecht-Galinski, veröffentlicht in der NRhZ vom 17.4.2013
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18940

Die unsägliche Geschichte der Instrumentalisierung des Holocaust, die man durch viele Beispiele belegen kann und die u. A. schon von Norman Finkelstein so treffend in seinem Buch: “Die Holocaust Industrie” beschrieben wurde, setzt sich fort, bis zum heutigen Tag. Finkelstein bemängelte in diesem Buch, dass Milliarden an Reparationszahlungen nicht wie gedacht, direkt zu den Opfern des Holocaust flossen, sondern zuerst zu jüdischen Organisationen, wie die Jewish Claims Conference gingen, während eigentlich von deutscher Seite bei den Verhandlungen ausgemacht war, dass die Gelder ausschließlich an Überlebende direkt auszuzahlen wären.

Tatsächlich aber ging ein Großteil dieser Gelder an Jüdische Gemeinden und andere Projekte, entgegen der deutschen Forderung. Nur etwa 15% gingen damals an die überlebenden Opfer. Finkelstein schreibt weiter in seinem Buch, dass man in den 50er Jahren Gelder veruntreute, weil angeblich nicht genug Opfer mehr zum Verteilen der Gelder am Leben war. Das ist wirklich, wie er richtig schreibt, eine Ironie, wenn man sieht, wie die letzten Holocaust- Überlebenden in Israel an der Armutsgrenze lebten, weil angeblich die Zahlungen aus Deutschland ausblieben. Kein Wunder, dass viele Holocaust-Überlebende, dem deutschen Staat mehr vertrauten, als jüdischen Organisationen. …

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Evelyn Hecht-Galinski ist Publizistin, Autorin und Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski. Ihre Kommentare für die NRhZ schreibt sie regelmäßig vom “Hochblauen”, dem 1165 m hohen “Hausberg” im Badischen, wo sie mit ihrem Mann Benjamin Hecht lebt.
2012 kam ihr Buch “Das elfte Gebot: Israel darf alles” heraus. Erschienen im tz-Verlag ISBN 978-3940456-51-9 (print), Preis 17,89 Euro.

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KenFM ist ein freies Presseportal, eine Nachrichtenplattform, die bewusst das Internet als einziges Verbreitungsmedium nutzt, um das klassische Sendegebiet eines UKW Radios auf den ganzen deutschsprachigen Raum auszudehnen. Darüber hinaus agiert KenFM zunehmend im internationalen Rahmen: Unsere Beiträge werden bereits in verschiedene Sprachen übersetzt, englischsprachige Interviews finden in der Rubrik „KenFM-International“ ihren Platz. KenFM ist userfinanziert und somit auf die finanzielle Unterstützung der Community angewiesen. Wir verstehen KenFM daher auch nicht als unser Portal, sondern als das all derer, die uns mit ihrem Geld den Auftrag gegeben haben, im Dreck zu wühlen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Nicht embeddeter Journalismus aus Berlin. Finanziert durch den User! https://kenfm.de/unterstutze-kenfm
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