KenFM am Telefon: Willy Wimmer nach dem BREXIT-Votum

Die EU hat sich zu einem bürokratischen Moloch entwickelt. Gesetze werden über Brüssel und möglichst intransparent durchgewunken. Wer hier mitbestimmen möchte, ist besser Konzern-Lobbyist denn gewählter Politiker.
All das hat über Jahre zu einem enormen Unmut europäischer Bürger gegen Europa geführt. Gegen das Brüssel-Europa, nicht gegen das Europa der Reisefreiheit, der gemeinsamen Währung und das Europa der guten Nachbarn!

Die britischen Bürger haben am 23. Juni gegen das Brüssel-Europa gestimmt, doch jene, die sie mit manipulierten Medien dazu verleitet haben, werden ihnen etwas völlig anderes unterschieben. Die Briten werden fit gemacht für den Krieg gegen die russische Föderation. Da ist es besser, wieder eine Insel zu werden und Europa für ein Schlachtfeld zu präparieren.

Europa wird mit der Hilfe britischer Eliten gespalten. Britische Eliten haben spätestens seit dem Irak-Krieg unter Tony Blair klar zu erkennen gegeben, dass sie eher nach der Kriegspfeife der USA tanzen, denn sich die Friedenspfeife der Europäer zum Mund zu führen.

„Der BREXIT bedeutet letztendlich Krieg“, so Willy Wimmer. Er war über viele Jahre Staatssekretär im Verteidigungsministerium und kann geostrategisch denken.
Großbritannien hat sich gegen die EU, aber für die NATO ausgesprochen. Noch immer stehen britische Soldaten auf deutschem Boden. Dafür gibt es nach dem BREXIT keinerlei Berechtigung mehr.

„Die Britischen Soldaten sollen jetzt bitte schön ihre Koffer packen“, bringt es Willy Wimmer auf den Punkt. Das wird wohl nur geschehen, wenn die Bürger jetzt Druck machen und dabei auch Ramstein als wichtigste US-Basis außerhalb der USA dicht machen.

Warum?

Weil mit diesen NATO-Tools eine Politik gemacht wird, die zu riesigen Flüchtlingsströmen führt. Wer glaubt, der Zenit sei mit den Menschenmassen aus Syrien, Afghanistan, Irak oder Libyen bereits erreicht, hat keine Ahnung.
Landraub und von westlichen Agrar-Multis in Afrika diktierte Politik aktiviert schon heute Flüchtlingswellen, die in den zweistelligen Millionenbereich gehen. Diese Menschen werden die Flucht nach Europa antreten und werden von der EU in der Union verteilt werden müssen.

GB wird auch in Zukunft die Politik der NATO, der Eliten und der City of London weiter mittragen und ausweiten, aber es wird in Zukunft nicht mehr mit den dabei erzeugten Flüchtlingen behelligt werden können. BREXIT heißt vor allem: „Flucht nach Europa geht uns Briten ab sofort einen Scheiss an!“

Populistische Parteien nutzten schon Stunden nach dem BREXIT dieses verkappt rassistische Denken für sich. Ganz vorne mit dabei: Geert Wilders aus den Niederlanden. Und dann passt der BREXIT auch ganz zufällig zu den „russischen“ U-Booten, die wie zufällig mal wieder vor den Küsten des noch neutralen Schwedens aufgetaucht sein sollen. Das jedenfalls melden auch unsere Mainstream-Medien. Als jetzt der schwedische Verteidigungsminister im öffentlich-rechtlichen Radio sagte, die aktuell gesichteten U-Boote wären dann doch nicht aus Russland sondern würden aus Schweden UND aus Deutschland stammen, ist unsere Presse komplett auf Tauchstation gegangen.

Das alles muss man zu einem großen Puzzle zusammenbauen, damit es logisch wird und man es versteht:

Der NATO-Angriffskrieg mit deutscher Beteiligung 1999, die permanente NATO-Osterweiterung, der US-finanzierte Putsch in der Ukraine, NATO-Panzer 150 Kilometer vor St. Petersburg, Deutsche Soldaten an der Ostflanke der NATO, eine weitestgehend auf NATO-Kurs gebrachte Presselandschaft, eine Friedensbewegung, die von IMs durchsetzt sich vor allem intern attackiert, statt den erneut angeschobenen Kalten Krieg zu benennen, und der soeben von Angela Merkel geäußerte Wunsch, deutlich mehr Geld in Rüstung zu stecken, das alles hat vor allem eines im Fadenkreuz: Den Frieden in Europa.

Der BREXIT ist weit mehr als das Ausscheiden der Briten aus der Europäischen Union, er ist das sich Vorbereiten auf eine Zeit, die man besser in Bunkern verbringt.
Wann begreift unser Land endlich, dass es zum Schlachtfeld gemacht werden soll? Wann begreift es, dass nukleare Teilhabe bedeutet, Waffen zum Einsatz bringen zu lassen, die ein Leben im Anschluss nicht möglich machen?
Der Dritte Weltkrieg lässt sich nicht auf einen russischen Grenzstreifen einfrieren, aber er bedeutet das Ende der Spezies Mensch. Radioaktiver Fallout kennt keine Landesgrenzen. Der 23. Juni wird in die Geschichte eingehen. Der Tag, an dem die Festland-Europäer es zuließen, dass man von Außen die Lunte an Europa anlegte, nachdem man zuvor jede Menge politischen und sozialen Sprengstoff deponiert hatte. Wir aber hatten keine Zeit, uns für unser eigenes Überleben einzusetzen. Wir waren voll beschäftigt mit der Fußball-Europameisterschaft.

Game Over.

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