KenFM am Telefon: Dr. Alexander Neu (Die Linke) zum Fall G36

Das G36-Sturmgewehr von Heckler & Koch ist die Standardwaffe der deutschen Bundeswehr. Jeder Soldat ist im Besitz dieser Waffe. Sie dient ihm vor allem als Verteidigungswaffe, wenn er in der Kampfzone unter Beschuss gerät.

Seit geraumer Zeit kreist das Gerücht, dass ein Soldat eben mit diesem Gewehr Probleme bekommt, wenn es tatsächlich im Kampfeinsatz benutzt wird. Dann nämlich wird der Lauf des Gewehres so heiß, dass seine Einbettung, die aus Kunststoff besteht, schmilzt. Das Resultat hat für den Soldaten im Einsatz massive Folgen. Er kann sich auf seine Waffe, je häufiger er mit ihr schießt, immer weniger verlassen, da die abgefeuerten Patronen ihr anvisiertes Ziel nicht finden.

Als das G36 bei der Bundeswehr eingeführt wurde, gab es dieses Problem offensichtlich nicht. Zu Anfang benutzte der Hersteller, der deutsche Rüstungskonzern Heckler & Koch, wohl einen anderen Kunststoff für das G36.

Dieser war aber deutlich teurer als der Kunststoff, aus dem das aktuelle G36 besteht.
Was und seit wann wusste Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen über die „Probleme“ des G36 Bescheid?
Wann wird sie offen legen, wie ihr Ministerium mit dem Hersteller umzugehen gedenkt?
Kommt es zu einer Rückrufaktion gegenüber Heckler & Koch, die von einer Schadensersatzklage begleitet wird?
Oder ist mit Aufklärung durch die CDU-Politikerin nicht zu rechnen, da ihr Kollege Kauder enge Kontakte zu Heckler & Koch pflegt, da die Firma sich in seinem Wahlkreis befindet?

KenFM sprach mit Dr. Alexander Neu von der Fraktion Die Linke über den den Fall G36. Fazit: Als Soldat im Einsatz muss man erkennen, dass wenn die Politik von Sicherheit der Truppe spricht, sie wohl eher die Sicherheit der Rüstungsindustrie meint.

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