KabarettFM #3 – Pokemon Kill, eine Videokonferenz

Nach jedem Amoklauf findet sich irgendein zumeist konservativer Politiker, der Killerspiele für die Ursache des Phänomens hält und ein Verbot dieser Games fordert. Gleichzeitig macht die Bundeswehr einen Stand auf der größten Computerspielemesse. Sie wirbt dort für den Krieg im richtigen Leben.

Anderswo – oder vielleicht auch hier? – gedeiht diese Zusammenarbeit zwischen Spieleindustrie und Militär schon sehr viel weiter. So finanziert das Pentagon auch mal selbst die Entwicklung eines Kriegsspiels.
https://warisboring.com/play-the-pentagon-funded-video-game-that-predates-pong-fbc4696e32dc#.ov003bgvk

Auch im echten Krieg spielen Computergames eine riesengroße Rolle: Vor, während und nach dem Einsatz.
http://www.theatlantic.com/technology/archive/2013/10/playing-war-how-the-military-uses-video-games/280486/

Wie nah also liegen Spiel und Realität beieinander?
Was ist harmlos und was gefährlich?

Diese Fragen kann man sich auch bei Pokemon Go stellen, dem Hype Nr. 1 des Sommers 2016. Denn was als alberner Spielspaß daherkommt, eröffnet Akteuren im Hintergrund ungeahnte Möglichkeiten. So schreibt das Online-Magazin „Playstation Choice“:
„Mittels Pokemon Go ist ein Geheimdienst in der Lage, nahezu zu jeder Zeit von überall Bilder zu bekommen, evtl. sogar Videos. Alleine durch das spawnen von seltenen Pokemon oder das Einfügen eines entsprechenden Pokestops ist man in der Lage, eine Langzeitüberwachung zu installieren.“
http://playstation-choice.de/die-kleinen-voegelchen-der-nsa-was-got-pokemon-go-und-die-nsa-gemeinsam-haben/

Aber kommen diese Daten überhaupt zu den Geheimdiensten? Dafür spricht vieles. Google arbeitet seit Jahren intensiv mit NSA und CIA zusammen.

„Alle erhobenen Daten gehen in den Besitz der amerikanischen Firma Niantic (…) Niantec ist ein Google-Ableger, der damit sein AR-Spiel Ingress erweiterte, das bereits auf Google Maps beruhte. Letztes Jahr machte sich Niantic selbständig, Google ist jedoch weiter beteiligt, ebenso Nintendo und die zu Nintendo gehörende Pokémon Company.“

Auf Google aber können sich die Geheimdienste verlassen. Schon 2003 gab der Konzern Daten seiner Suchmaschine an die NSA weiter – kostenlos!
http://www.heise.de/tp/artikel/48/48996/1.html

In der dritten Ausgabe von KabarettFM verwandelt sich Prinz Chaos in den Chef eines Startup-Unternehmens, das die sensationelle Idee hat, Pokemon Go innovativ und ganz im Sinne der Militärs weiterzuentwickeln: Pokemon Kill!
In einer Video-Konferenz mit Larry, Karim und Madeleine werden letzte Bedenken aus dem Weg geräumt…

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