Interview zum Köhler-Rücktritt | Angela Merkel (ARD Brennpunkt)

Gemeinsames Interview von ARD (Ulrich Deppendorf) und ZDF (Bettina Schausten) mit Bundeaskanzlerin Angela Merkel zum Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler sowie zur israelischen Militäraktion gegen den “Free Gaza”-Hilfskonvoi. Angela Merkel im ARD Brennpunkt Interview zum Köhler-Rücktritt.

In einem Interview erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass der neue Bundespräsident vor allem Bürgernähe zeigen müsse. Die Mehrheit in der Bundesversammlung für Schwarz-Gelb sei noch klarer als bei der Wiederwahl Köhlers 2009, Union und FDP wollten jedoch auch auf die anderen Parteien zugehen, sagte Merkel weiter.

Der Nachfolger des zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler muss nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor allem Bürgernähe zeigen. „In dieser Zeit braucht man einen Bundespräsidenten, der die Chance hat von allen akzeptiert zu werden, der zu den Menschen spricht, der Erfahrung hat”, sagte sie am Montagabend in einem gemeinsamen Interview von ARD und ZDF. „Da wird sich ein guter Vorschlag finden”, zeigte sie sich zuversichtlich. Die Mehrheit in der Bundesversammlung für Schwarz-Gelb sei noch klarer als bei der Wiederwahl Köhlers 2009, sagte Merkel. CDU/CSU und FDP wollten jedoch auch auf die anderen Parteien zugehen und für die Persönlichkeit werben.

Der Rücktritt Köhlers dürfe nicht dazu führen, dass „Seiteneinsteiger keine Chance mehr haben”, sagte Merkel. Das würde „unser Land sehr sehr viel ärmer” machen. Mit Blick auf die umstrittenen Interview-Äußerungen Köhlers zum Afghanistan-Einsatz, sagte die Kanzlerin: „Das Bundespräsidialamt hatte das klargestellt. Deshalb war die Regel anzuwenden, an die wir uns immer gehalten haben. Horst Köhler ist das Staatsoberhaupt und die Bundeskanzlerin fängt nicht an, Äußerungen des Staatsoberhauptes zu interpretieren.” Er habe dies weder nötig, noch sei das guter Stil, sagte die Kanzlerin. Der Kanzlerin war vorgeworfen worden, sie hätte sich nicht schützend hinter Köhler gestellt.

Köhler hatte kürzlich in einem Interview gesagt, ein Land mit einer Außenhandelsorientierung wie Deutschland müsse wissen, „dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ, bei uns durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern”. Nach Angaben eines Sprechers bezog sich Köhlers Äußerung jedoch nicht auf die Afghanistan-Mission der Bundeswehr, sondern auf die EU-Mission Atlanta gegen Piraten.

Quelle:
http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/angela-merkel-der-neue-bundespraesident-muss-buergernaehe-zeigen_aid_514345.html

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    Hören Sie dem Merkel zu und Sie wissen dann, was die Kirche mit Teufel meint!

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