Interreligiöser Campusdialog: Religion radikal – und dann?

Im Rahmen der Projektgruppe „Haus der Begegnung: Kulturen und Religionen am KIT“ fand der interreligiöse Campusdialog zum Thema „Religion Radikal – und dann?“ am Mittwoch, den 21. Januar 2015 statt. Gemeinsam mit dem Islamwissenschaftler Moussa Al-Hassan Diaw, M.A. Dipl-Päd., Pädagogische Hochschule Linz und Universität Osnabrück, und dem evangelischen Theologen Prof. Dr. Reinhold Bernhardt von der Universität Basel wird der Frage nachgegangen, ob und welche Gegenentwürfe zu radikalen religiösen Bewegungen existieren. Das Podiumsgespräch moderiert Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha.

Radikale Bewegungen auf politischer, gesellschaftlicher oder religiöser Ebene sind keine neuen Erscheinungen. Doch wie entstehen solche radikalen Strömungen mit ihren extremen Einstellungen bis hin zur Gewaltbereitschaft? Und wo finden wir Erscheinungsformen radikalisierter Religion im Judentum, im Christentum und im Islam? Auf diese Fragen geht Prof. Dr. Reinhold Bernhardt, Professor für Systematische Theologie beziehungsweise Dogmatik an der Universität Basel, in seinem Vortrag ein. Zudem thematisiert er mögliche Lösungsansätze. Man brauche Stimmen aus den jeweiligen Religionen selbst, die die Friedenspotentiale der Religion herausheben und die Gewalt in den Hintergrund rücken: „Solche Stimmen braucht es in der Elite der Gelehrten aber auch in jeder einzelnen islamischen Religionsgemeinschaft!“ Moussa Al-Hassan Diaw, Mitgründer des „Netzwerkes Sozialer Zusammenhalt, Prävention, Deradikalisierung und Demokratie“ (www.derad.at), bezieht sich in seiner Rede konkret auf den Dschihadismus bzw. die politische Salafiyya. Er erläutert den Wandel der Ideologie und lässt auch aktuelle Gefahren, die das Internet berge, nicht außer Acht.

http://www.zak.kit.edu/interreligioeser_dialog.php

ZAK

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Aktuelle Videos von Vorträgen und Veranstaltungen des ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Mit seinen Aktivitäten im Bereich Öffentliche Wissenschaft vermittelt das ZAK einem interessierten Publikum komplexe Forschungsthemen in verständlicher Form. Als zentrale wissenschaftliche Einrichtung des KIT bietet es darüber hinaus Studierenden aller Fakultäten Zugang zu interdisziplinären Lehrangeboten und beschäftigt sich in kulturwissenschaftlichen Forschungsprojekten mit Interkulturalität, Wissenschaftskommunikation und kulturellem Erbe.



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