Im Denken unterwegs

Martin Heidegger. Im Denken unterwegs. Ein Film von Walter Rüdel und Richard Wisser (1975). Das Werk legt eine Untersuchung der Bedingungen der Möglichkeit des Seins dar. Klassische Topoi der Philosophiegeschichte (wie Wahrheit, Erkenntnis, Verstehen, Welt, Raum, Zeit, Geschichte) werden unter einem einheitlichen philosophischen Ansatz gelöst.

Der Ansatz, der sich methodologisch der Phänomenologie Husserls und den apriorischen Untersuchungen Kants anschließt, zeichnet sich durch einen höchst selbstkritischen, nichtintellektuellen Zugang zur Wirklichkeit aus, der viele in Alltag und Wissenschaft gängige Auffassungen als grundfalsch nachweist. Anhaltspunkte für seine eigene Interpretation schöpft Heidegger aus Quellen, die den Zugang zur Welt noch nicht verbaut haben, sei es aus dem gewöhnlichen Vorverständnis oder den griechischen Philosophen, vor allem Aristoteles.

Die Abhandlung besteht aus zwei Abschnitten. Im ersten Abschnitt wird die so genannte vorbereitende Analyse des Daseins vorgenommen, aus der die grundlegende Struktur des Daseins hervorgeht. Im zweiten Abschnitt führt Heidegger einen zweiten Durchgang durch und interpretiert sowohl das ganze Dasein als auch dessen einzelne strukturelle Komponenten (die so genannten Existenzialien) unter dem Aspekt der Zeitlichkeit. In dieser zweiten Analyse stellt sich die Zeitlichkeit heraus als die grundlegende Struktur überhaupt, die alle anderen und somit auch das Dasein konstituiert.

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