Hochbeet bauen in der CityFarm Augsburg

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https://youtu.be/aqNffsQ3XmI

Der Frühling ist nicht nur eine gute Pflanzzeit im Garten. Auch wenn’s ums Bauen geht, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. In der CityFarm in Augsburg soll ein neues Hochbeet entstehen.
Der Bau
Benjamin Vogt möchte ein quadratisches Hochbeet in Blockbohlenbauweise errichten. Das Holz dafür stammt von Baumpflegearbeiten, unter anderem von einer alten Buche, und muss noch zurechtgesägt werden. Und zwar so, dass es pro Lage zwei – jeweils gleichlange – kurze und lange Abschnitte gibt. Aufgebaut wird das Ganze dann im Versatz. Soll heißen: wo bei der einen Lage zwei lange Abschnitte verbaut wurden, folgen in der drauf zwei kurze. Das erhöht die Stabilität. Einmal probehalber aufbauen und schon kann es mit dem Bau losgehen. Zum Befestigen bohrt der CityFarmer die Holzabschnitte zunächst mit dem Akkuschrauber vor und nagelt sie dann mit langen Nägeln aneinander. Zunächst aber nur die unterste Ebene, sie soll so gerade wie möglich sein. Dazu ist es wichtig, auf ebenem Untergrund zu arbeiten. Fertigstellen möchte Benjamin Vogt das Beet erst im Garten, da es recht schwer wird. Verwendet man beim Bau besonders dicke Stammabschnitte, muss später keine Folie eingearbeitet werden und das Beet trocknet im Sommer nicht aus und hält trotzdem mehrere Jahre.

Hochbeet-Vielfalt
Ein Hochbeet in Blockbohlenbauweise gab es auf der CityFarm in Augsburg bisher noch nicht. Dafür viele andere Varianten. Die Cityfarmer verwenden alte Kleiderschränke, Schüttgutbehälter, Euro-Paletten, Badewannen oder Holzreste für den Bau. Befüllt sind sie alle nach demselben Prinzip: Erst Holzschnitt, dann Kompost und oben drauf eine Substratschicht. So wird man nicht nur überschüssiges Schnittgut los, im Laufe der Zeit verwittern die Holzreste und stehen den Pflanzen dann als Nährstoffe zur Verfügung.
So vielfältig wie die Hochbeete ist auch ihr Inhalt. Dank unterschiedlicher Erden und Standorte ermöglichen sie es, auf wenig Raum vielen verschiedenen Pflanzen das anzubieten, was sie brauchen: viel oder wenig Wasser, Sonne oder Schatten, viele Nährstoffe oder kaum welche.

Bepflanzen und Pflegen
Ins neue, gut aufgedüngte Hochbeet sollen Paprika. Aber nicht irgendwelche, sondern die Sorte ‘Roter Augsburger‘. Eine speziell fürs regionale Klima gezüchtete Paprikasorte, die eher dünnwandig ist und daher gut ausreift. Ildikó Reményi-Vogt pflanzt wärmeliebende Gemüse wie Paprika oder auch Tomaten immer erst Mitte Mai ins Freiland. Also nach den Eisheiligen. Gegossen wird auf der CityFarm ausschließlich mit Regenwasser. Umso wichtiger ist ein sparsamer Umgang damit. Dazu gehört auch das Mulchen. Die 5 cm dicke Grasschicht sorgt dafür, dass weniger Wasser aus dem Boden verdunsten kann. Im Laufe der Saison wird sie zersetzt und steht dann den Pflanzen als Nährstoff zur Verfügung.

Sei es der Grasschnitt zum Mulchen oder die alten Äste fürs neue Beet. Die CityFarmer gärtnern ressourcenschonend und nachhaltig!