Hey Veganer, Ich esse nur Bio-Fleisch!

98% allen Fleisches kommt aus Massentierhaltung, aber als Veganer trifft man fast immer nur die 2% die nur bio kaufen und auch nur ganz wenig Fleisch essen und auch nur vom Metzger an der Ecke wo sie sich persönlich davon überzeugen, dass es den Tieren gut geht.
An der Massentierhaltung sind wohl immer nur die anderen Schuld: die anderen nicht so “bewussten” Fleischesser mit Geiz-ist-geil-Mentalität, die Regierung, die Discounter und der Kapitalismus.
Es ist zwar gut zu wissen, dass sich da doch ein schlechtes Gewissen zu regen scheint aber auch Bio-Fleisch stammt von vorsätzlich getöteten, hilflosen leidensfähigen Lebewesen. Biotiere sind keineswegs glücklich freilaufend bis sie sich am Ende ihres “natürlichen” Lebens freiwillig totstreicheln lassen. Auch die BIO-eingesperrten und BIO-ausgenutzen Tiere werden nicht nur ein bisschen getötet.
Auf BIO zu setzen ist bei den meisten pflanzlichen Nahrungsmitteln sinnvoll. Bei Tieren ist es nicht viel mehr als ein Label zur Gewissensberuhigung, denn das Leid welches die Tiere in ihrem viel zu kurzen Leben vor ihrer gewaltsamen Schlachtung erdulden müssen, ist von dem in der Massentierhaltung meist kaum zu unterscheiden. Auch die Schlachtung ist am Ende identisch. Selbst die Umweltschädlichkeit ist bei Bio-Fleisch nicht wesentlich geringer. Teilweise ist sogar das Gegenteil der Fall, da die Tiere etwas länger brauchen bis sie “schlachtreif” sind und in dieser Zeit natürlich auch die Umwelt mehr belasten.
Es ist eine Illusion, dass bio gleichbedeutend mit freilaufend oder mit einem glücklichen, idyllischem Tierleben ist, wie es beispielsweise in der Werbung darstellt wird. Selbst wenn diese Tiere glücklich wären, ist es absurd zu behaupten, dass es dann okay ist, sie zu töten.
Man stelle sich vor, jemand würde argumentieren, dass in Ordnung ist Menschen zu töten, wenn man diese vorher gut behandelt hat. Bei nichtmenschlichen Tieren hat man mit dieser Logik leider kein Problem.
Auch Bio-Tiere bekommen einen Bolzenschuss ins Hirn und werden dann zum Ausbluten aufgeschlitzt. Zudem sind praktisch alle unsere sogenannten “Nutztiere” verzüchtet, um extreme Mengen an Fleisch, Milch oder Eiern zu produzieren. Daher ist bereits ihr ganzes kurzes Leben an sich leidvoll und sie sind nach kurzer Zeit völlig am Ende und verbraucht. Auch bei bio. Ein Huhn aus der Massentierhaltung legt etwa 300 Eier im Jahr, bei Biotierhaltung sind es 270. Die natürlichen Vorfahren unserer Legehennen legen im Jahr etwa 10 Eier. Vergleichbar sieht es bei der Milchproduktion aus. Dass solche extremen “Leistungen” nicht ohne Leid funktionieren können und ihren Preis fordern, sollte einleuchtend sein.
Die “natürliche” Lebenserwartung von Hausrindern beträgt etwa 20 Jahre. Getötet werden Fleischrinder meist nach nicht einmal einem Jahr. Milchkühe und Legehennen leben etwas länger bis ihre Leistung nachlässt und sie nicht mehr profitabel sind und entsorgt werden. Ob das bei dieser Art Leben für sie etwas positives ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Eine kleine Rechnung:
Jedes Jahr werden in Deutschland ungefähr 54,8 Millionen Schweine geschlachtet, davon gerade einmal 244.000 aus ökologischer Haltung. Das entspricht 0,45%. Das sind 168 Gramm Öko-Schweinefleisch beim Durchschnittsverbrauch von 37,9 Kg Schwein je Person -PRO JAHR! Der Durchschnittsdeutsche isst 240g Fleisch… AM TAG!

Offenbar wird da sehr sehr kurz gedacht. Nicht nur dass es vielen Menschen wohl ausreicht, theoretisch ihr Fleisch bei einem theoeretischen Vertrauensfleischer zu kaufen, wo man theoretisch mal nachfragen könnte wie es dem Gehackten früher so ging um damit zu argumentieren, oder sich selbst einzureden, dass man das praktisch auch immer so tut. Man scheint bei Fleisch auch nur an rohe Stücke zu denken und den viel größeren Anteil gar nicht berücksichtigen. Es klingt immer so als würden diese Menschen ausschließlich auf bioveganes Essen bestehen, wenn sie nicht den lückenlosen Lebenslauf ihres Hauptgerichtes vorgelegt bekommen.

Der Speck in der Erbsensuppe, das Schnitzel in der Kantine, das Gulasch in der Mensa, die Roulade im Restaurant, der Auflauf bei der Familienfeier, der Döner in er Mittagspause, die Bratwurst in der Fußgängerzone, der Formschinken auf der Pizza, die Mortadella der Kinder… All das ist genau so Fleisch wie der wie der hypothetische Sonntagsbraten für 30€ den man ja theoretisch kaufen könnte und wo man auch gern mal etwas mehr ausgibt, weil man ja auch Wert auf Qualität legt.

Der Artgenosse

Der Artgenosse

Der Artgenosse ist ein naiver militanter Sojafresser-Gutmensch-Öko-Salatnazi der seine überhebliche Besserwisserei auf Video aufzeichnet und damit aus purer Geltungssucht Menschen im Internet belästigt.




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