Hey Veganer, Euer Soja zerstört den Regenwald!

Für Soja wird Regenwald gerodet. Und weil Veganer laut Klischee ja viel Soja essen, sind diese nach der Logik vieler Menschen dafür verantwortlich und bekommen das daher regelmäßig vorgeworfen. Trotz dieser vermeintlichen Sorge um den Regenwald ist den Menschen das Fleisch auf dem Teller dann aber doch erst mal wichtiger ist als die Umwelt. Und wenn man meint, ein naheliegendes Argument gegen Veganer gefunden zu haben, die einem den Fleischgenuss ja immer vermiesen wollen, stellt man die Logik ziemlich schnell wieder ein. Aber wenn man an der Stelle weiter recherchiert, muss man feststellen dass über 80% der gesamten weltweiten Sojaernte als Viehfutter verwendet werden, also auf das Konto der Nichtveganer gehen. Die Produktion von Fleisch verbraucht wesentlich mehr Pflanzen als z.B. die Produktion von Tofu. Neben diesen 80% Futtermittel wird Soja vor allem auch für Agrardiesel und industrielle Produkte wie Kosmetika, Biokunststoffe oder Druckfarben verwendet. Der Anteil soll bei etwa 10% liegen.
Die restlichen 10% sind dann direkte Lebensmittel für Menschen aber das meiste davon ist Sojaöl welches zum Beispiel als Pflanzenöl in der Küche oder als Margarine verwendet wird. Vor allem in Amerika.
Nur ein kleiner Prozentsatz von etwa 2% wird tatsächlich zu menschlichen Lebensmitteln wie etwa Tofu. Soja wird aber in sehr vielen Lebensmitteln verarbeitet und keinesfalls nur von Veganern und Vegetariern gegessen. Und deren Anteil liegt dann wohl irgendwo im Promillebereich….

Von der globalen Sojaernte werden etwa 13% direkt als Bohnen verwendet und weiterverarbeitet.
87 % werden gepresst. Dabei erhält man etwa 15% Sojaöl und 85% Extraktionsschrot.

Manche Menschen versuchen deshalb zu argumentieren, dass dieser Presskuchen ein “Abfallprodukt” der Sojaölproduktion sei. Das ist aber genau so Unsinn wie wenn ich sagen würde, dass Sojaöl ein Abfallprodukt der Futtermittelproduktion, denn wenn aus einem Rohstoff zwei Produkte entstehen die man verkaufen und nutzen kann, ist keins davon Abfall und man bezeichnet diese als Kuppelprodukte. Aus diesem entölten Soja kann man unter anderem Sojaschnetzel, Sojagranulat, Sojamedaillons, Sojasteaks und anderes herstellen.
Aber es wird fast ausschließlich als Tierfutter verwendet obwohl es hervorragend als Lebensmittel für Menschen geeignet ist.

Fleisch enthält etwa 20% Eiweiß. Sojabohnen enthalten fast 40% Eiweiß. Im getrockneten und entöltem Zustand sind es sogar bis über 50%. Das ist auch der Grund warum Soja so ein verbreitetes und wichtiges Kraftfutter ist. Aber durch Verfüttern statt selbst essen, verursacht man sehr hohe Nährstoffverluste und zusätzliche Umweltbelastungen. Zur Erzeugung einer tierischen Kalorie benötigt man im Schnitt 7 Pflanzenkalorien. In einem Kilo Geflügelfleisch steckt beispielsweise neben den anderen verbrauchten Futtermitteln fast ein Kilo virtuelles Soja. Vor allem in der Schweine- und Geflügelmast ist Soja zu einem zentralen Bestandteil geworden. Bei der Rindermast kommen tatsächlich auch große Mangen aus Gras und Mais dazu aber da bei Rindern das Verhältnis Futter zu Fleisch besonders schlecht ist, ist auch da die typische Sojamenge pro produziertem Fleisch ziemlich groß. Das kann natürlich variieren aber wenn man weniger Kraftfutter gibt, wachsen die Tiere weniger schnell. Das wiederrum führt dazu, dass der Methanausstoß pro Kilo Fleisch noch höher ist, denn eine Kuh produziert am Tag bis zu 300 Liter Methan. Methan ist ein Treibhausgas das fast 30 mal so klimaschädlich ist wie CO2.

Gerade vor diesem Hintergrund ist es doch ziemlich zynisch, Veganern Vorwürfe machen zu wollen, denn wenn alle Menschen vegan essen würden, würde sich der Sojabedarf drastisch verringern.

Hinzu kommt, dass die Sojaprodukte die bei uns direkt gegessen werden, zum größten Teil aus europäischem Anbau stammen, während das Soja welches als Eiweißfuttermittel verwendt wird, fast ausschließlich aus Argentinien, Brasilien,
China oder den USA importiert wird, was aufgrund der extrem langen Wege zu hohen CO2 -Emissionen beim Transport führt. Es ist also auch ein Irrglaube, dass regionales Fleisch aufgrund geringerer Transportwege umweltfreundlicher sei, da ein beträchtlicher Teil des Futters sehr lange Wege zurückgelegt hat.

Der Artgenosse

Der Artgenosse

Der Artgenosse ist ein naiver militanter Sojafresser-Gutmensch-Öko-Salatnazi der seine überhebliche Besserwisserei auf Video aufzeichnet und damit aus purer Geltungssucht Menschen im Internet belästigt.



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