Hass und Terror: Ein Anschlag verändert eine Stadt | WDR Doku

Nach dem Konzert von Teenie-Star Ariana Grande gibt es in Manchester einen Selbstmordanschlag. Die Story “Wenn auf Terror Hass folgt” begleitet die Menschen und die Polizei von Manchester über mehrere Monate und zeigt, wie sie sich um Einheit und Zusammenhalt bemühen, nach der schlimmsten Terrorattacke, die die Stadt je erlebt hat.

Die Zahl von rassistisch motivierten Anfeindungen steigt in dieser Zeit um etwa das Doppelte. Vor allem unschuldige Muslime erzählen von Hass und Gewalt, wie zum Beispiel Sheraz: “Ich war im Auto unterwegs, Richtung Haus meiner Mutter. Da waren zwei junge Kerle, um die 20, und riefen etwas.” Die Jugendlichen behaupten, er habe einen platten Reifen. Als Sheraz aussteigt, versuchen die beiden ihm eine Glasflasche über den Kopf zu schlagen. Verletzen ihn dabei an der Hand. Beschimpfen ihn als Terroristen. Sheraz bricht zusammen. “Man fragt sich, was geht hier vor, was läuft schief. Und es macht einem Angst.”

Dicht und unaufgeregt begleitet der Film in den aufwühlenden Monaten nach der Tat die Polizei, die versucht dem Hass Einhalt zu gebieten. Muslime sprechen offen über das, was sie erleben, in einer Stadt, die gerade Ziel eines Terroranschlages war. Ein Imam fordert mehr Ruhe und Besonnenheit angesichts wachsender Wut und zunehmender Vorurteile, die von Extremisten auf beiden Seiten befeuert werden. Die Story “Wenn auf Terror Hass folgt” zeigt am Beispiel Manchester, was passieren kann, wenn der Hass gegen Andere instrumentalisiert wird und das friedliche Zusammenleben bedroht.

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Ein Film von Christopher Eccleston, Nicole Ripperda.

Dieser Film wurde im Jahr 2019 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seit dem nicht aktualisiert.