Häuser, Hass und Straßenkampf | Die Revolte der Westberliner Hausbesetzer

Am 22. September 1981, wurde während eines Polizeieinsatzes der 18-jährige Hausbesetzer Klaus-Jürgen Rattay von einem Bus erfasst und getötet. Dieser Unfall war der traurige Höhepunkt der Auseinandersetzungen um besetzte Häuser in Westberlin. Straßenkämpfe waren damals fast an der Tagesordnung.

Der neue Innensenator Heinrich Lummer (CDU) versuchte den Hausbesetzern gegenüber eine Politik der Stärke. Die Lage eskalierte, Hass und Gewaltbereitschaft gab es sowohl bei Hausbesetzern als auch bei Polizisten. Viele Jahre lang waren vor allem in Kreuzberg alte Häuser “entmietet” worden – um die leeren Häuser dann abzureißen. 1980 begann die linksalternative Szene in Westberlin, solche Häuser zu besetzen.

Die Hausbesetzer glaubten nicht an die tradierten Lebensentwürfe. Die Gesellschaft der Bundesrepublik schien ihnen vor allem dem Konsum nachzujagen. Sie hingegen versuchten, andere Modelle des Zusammenlebens und -arbeitens zu erproben. Die Szene suchte Räume, um sich zu verwirklichen, und sie fand sie auch in den Hunderten von leer stehenden Häusern. Die Dokumentation rekonstruiert die Hintergründe und den Ablauf der Ereignisse, die zum Tod Rattays führten.

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