Hacker | Die Robin-Hoods und die schlechten “Cracker” (Dokumentation 2011)

Einst als „Robin Hood“ der Datennetze bewundert, gilt er heute als Plagegeist, Krimineller oder gar „Datenterrorist“ – gilt der “Hacker” heute leider immer noch als ein zwiespältiges Wesen. Für die Unmengen neuer Viren und Würmer, die jedes Jahr für Schäden in Millionenhöhe sorgen, wird der “Hacker” statt der “Cracker” verantwortlich gemacht. Gleichzeitig werden “Hacker” wie “Cracker” von der Industrie angeworben, um Sicherheits-Software, Anti-Viren-Programme und Firewalls gegen Hacker-Angriffe zu entwickeln. Eine paradoxe Situation?

Nein aber scheinbar durch viele Medien gewünscht und was an unzähligen Berichten mit dem “Hacker” statt dem “Cracker” als Täter zu erkennen ist. Andernfalls müssten ja im Umkehrschluss fast alle Redakteure und Produzenten dieser Berichte sich mit den wahren Begrifflichkeiten nicht auskennen und müssten daher den Cracker permanent vergessen. Da aber eigentlich oft genug durch interviewte Personen auf diesen Umstand hingewiesen wird, ist es doch recht unwahrscheinlich das der Begriff in so vielen Fällen einfach vergessen oder nicht beachtet werden würde.

Dann stellt sich aber die Frage: Warum soll der Hacker als Begriff weiter negativ belastet und in dieser Form in der Bevölkerung verankert werden? a) Ist “Hacker” schon allein durch viele Kino-Fime etz. als Begriff in den Köpfen der Menschen und “Cracker” fast nicht einmal bekannt. Ergo könnte das erst schon ohnehin sich im Umlauf befindliche falsche Bild des “Hackers”, durch eine wiederholtes präsentieren im negativen Kontext so verstärken, dass es dem Normalbürger nicht mehr möglich sein wird diesen vom “Cracker” zu unterscheiden. Soll es als keine Berichte über positive Daten-Robin-Hoods geben? Ist das Ziel dieser vielen oft völlig falschen Berichte und Hollywood-Filmen über “Hacker” und der Taten?

Filmbeschreibung der Webseite:
In seinem Dokumentarfilm trifft Alexander Biedermann fünf Hacker verschiedener Generationen und hinterfragt ihr Selbstverständnis, ihren Antrieb. Neben den Hackern der Gegenwart, die immer wieder die Grenzen der Computersysteme neu definieren, geht es auch um diejenigen, die den legendären NASA-Hack in den 80ern zu verantworten haben. “Hacker” begibt sich auf die menschlichen Spuren im Datennetz und lässt die persönlichen Geschichten dahinter erahnen. Den Soundtrack dazu liefert Klaus Schulze, Pionier und Ikone der elektronischen Musik.

Am Abend des 19. Novembers 1984 finden Steffen Wernéry und Wau Holland eine Lücke im Btx-System, durch die sie 135.000 DM von der Hamburger Sparkasse auf das Konto ihres Hackervereins transferieren. Am nächsten Tag überweisen sie das Geld öffentlichkeitswirksam zurück. Der „Btx-Hack“ wird zum historischen Ausgangspunkt des deutschen Hackertums.

Ende Mai 2007 wird mit großer Mehrheit im deutschen Bundestag der zweite Hackerparagraf (§202c StGB) verabschiedet. Der Paragraf verbietet die Herstellung und Verbreitung von Zugangscodes zu geschützten Daten sowie die Herstellung und den Gebrauch von Werkzeugen („Hackertools“), die diesem Zweck dienlich sind. In diesen 23 Jahren hat sich die deutsche Hackerszene vollkommen verwandelt. Aus den Datenreisenden von einst mit „Kolumbusgefühlen“ und Robin-Hood-Attitüde sind heute Virenprogrammierer, Sicherheitsexperten und Datenschützer geworden.

Alexander Biedermann begegnet fünf Hackern, die unterschiedliche Lebenswege gehen und sich einen Namen in der Hackerszene gemacht haben. Ihre Geschichten sind oft so kurios wie überraschend: Steffen Wernéry und Reinhard Schrutzki gehören zu der ersten Hacker-Generation. Als Pioniere eines neuen Zeitalters entdeckten sie hinter der Telefonbuchse ihres Hobbykellers eine unbekannte Welt. Die Mitbegründer des Chaos Computer Clubs sind die Hacker von damals, die mit dem legendären NASA-Hack von 1987 in Verbindung gebracht werden. Irgendwann holten sie die Ereignisse in Form von staatlichen und gegenseitigen Verdächtigungen ein. Was ist geblieben vom Pioniergeist?

Anmerkung der Redaktion: Hacker “könnten” aber tun nichts im negativen Sinne! So einfach ist das.
http://www.videogold.de/hacker-cracker-whiteheads-welt-der-cyberpiraten-dokumentation-2011/

Filmbeschreibung auf der DVD:
Die Hacker der Gegenwart wie Marcell „Skyout“ Dietl oder Marko Rogge kreieren Viren oder scannen das Internet nach Sicherheitslücken, um die digitale Welt – wie sie sagen – „sicherer“ zu machen. Aber auch sie sind bereits ins Visier des Staatsschutzes geraten. Wie fühlt es sich an, das Doppelleben zwischen Hacker und Sicherheitsberater?

Eingesponnen sind diese vier Erzählungen in Begegnungen mit Paul Ziegler. Hacker wie er gelten als die Architekten der IT-Welt von morgen, doch ihr Berufsstand ist einer der umstrittensten unserer Zeit. Vor der Kulisse Tokios findet man den jungen Mann in einer Welt, die zwischen Realität und Virtualität kaum noch unterscheiden mag. Der Film folgt ihm durch seine neue Heimat und gewinnt Einblicke in eine Persönlichkeit, die zwischen intellektuellen Herausforderungen und ganz alltäglichen Selbsterfahrungen hin und her schwankt.

Hacker im Fernsehen: Am 11. Dezember 2011 um 21:45 auf 3sat.
Der Film ist seit dem 31. Mai 2011 hier auf DVD im Handel erhältlich:
https://www.delicatessen.org/shop//index.php?aktion=artikel&id=418
Hacker | Die Robin-Hoods und die schlechten

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