Günter Wallraff – Undercover | Wo Arbeit wehtut

Unter anderer Identität heuerte Günter Wallraff bei einer Großbäckerei im Rheinland an, die für die Großmarktkette Lidl produziert, und dokumentierte seine Arbeitsbedingungen mit versteckter Kamera.

Vier Wochen lang schuftete er in Tag- und Nachtschichten für einen Stundenlohn von 7,66 Euro brutto bei Temperaturen von bis zu 50 Grad, verbrannte sich die Arme an heißen Backblechen, entdeckte unfallträchtige Sicherheitsmängel an den Transportbändern und und dokumentierte Schimmelbildung an Wänden, Decken und Maschinen. Seine Kollegen klagten über nicht bezahlte Krankheitstage und Feiertagszuschläge und über willkürlich empfundene Abmahnungen und Kündigungen.

Wallraffs Fazit: Wer billig verkauft, muss auch billig produzieren. Billig produzieren auf Kosten von Arbeitnehmerrechten? Eine Frage, mit der nicht nur Lidl-Aufsichtsratschef Gehring in der Reportage konfrontiert wird, sondern die sich auch alle Kunden von Großdiscountern stellen müssen.

Günter Wallraff Undercover | Wo arbeit wehtut

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