Giftiger Treibstoff für Afrika – Nur ein Beispiel für Europas scheinheilige Klimadebatte

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Giftiger Treibstoff für Afrika – Nur ein Beispiel für Europas scheinheilige Klimadebatte

Scheinheiligkeit und Egoismus der politischen Debatte um Dieselkraftstoff in Deutschland – Europa importiert hochwertigen Treibstoff aus Afrika und exportiert im Gegenzug dreckige und hochtoxische Produkte. Dieselproben in Afrika mit bis zu 378mal höheren Schwefelgehalt.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erklärt: Selbst bei konservativer Schätzung würden Halter mit Kosten von 20 Milliarden Euro für eine Neuanschaffung ihrer Fahrzeuge belastet.

„2017 wurden in Städten die niedrigsten Werte für Feinstaub und Stickstoffdioxid seit Beginn der Aufzeichnung gemessen. Nach den vorläufigen Ergebnissen lag die Belastung in Orten mit zu hohen Werten im Schnitt um sechs Prozent niedriger. Setzt sich dieser Trend fort, können nach DIHK-Berechnungen zwei Drittel aller betroffenen Städte die Luftqualitätsstandards im Jahr 2020 einhalten.“

Aber schauen wir einmal nach Afrika:

Eine auf dreijähriger Recherchearbeit basierende Studie „Dirty Diesel“ brachte erstmals Licht in einen Skandal, der Europa und Afrika betrifft und gleichzeitig die ganze Scheinheiligkeit auch der deutschen Politik verdeutlicht.

Analysierte Dieselproben and Tankstellen in Afrika wiesen einen bis zu 378mal höheren Schwefelgehalt auf, als bei uns erlaubt ist. Zudem enthielten die Proben toxische Substanzen wie Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in Konzentrationen, die in Europa ebenfalls verboten sind. Die Grenzwerte für den Schwefelgehalt liegen in einigen afrikanischen Staaten bis zu 300 Mal höher als in Europa.

Produziert werden hochgiftige Treibstoffe hauptsächlich in der sogenannten ARA-Zone (Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen), wo Schweizer Handelskonzerne über die notwendige Infrastruktur aus Raffinerien und Tanklagern verfügen. Viele westafrikanische Länder, die hochwertiges Rohöl nach Europa exportieren, erhalten von dort im Gegenzug toxische Treibstoffe zurück.

Da in Europa viel strengere Qualitätsvorschriften für Treib- und Brennstoffe gelten, verkaufen europäische Rohstofffirmen Treibstoffe, die diesen Vorschriften nicht genügen, legal nach Afrika. Die Folgen für die Menschen dort: Asthma und Bronchitis. Europa setzt auf die Schwäche der in Afrika geltenden Standards und bringt hochwertigen Treibstoff nach Europa, liefert aber minderwertige, dreckige Produkte nach Afrika. Alles ist vollkommen legal und spielt innerhalb der zulässigen Grenzen.

Auch Sahra Wagenknecht argumentiert deshalb nicht richtungsweisend, wenn sie erklärt:

“Die Menschen in diesem Land haben ein Recht auf saubere Luft. Es kann aber nicht sein, dass Millionen von Autofahrern jetzt ausbaden müssen, was in den Chefetagen der Autokonzerne verbockt wurde. Unternehmen, die ihre Kunden betrügen, müssen auch für den Schaden haften. Für die Kosten einer nötigen Hardware-Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen müssen die Verursacher des Dieselskandals zahlen. Ich erwarte, dass die Bundesregierung endlich Rückgrat zeigt und die Konzerne dazu rechtsverbindlich verpflichtet.”

https://www.publiceye.ch/de/medien/medienmitteilung/schweizer_rohstoffhaendler_fluten_afrika_mit_giftigem_treibstoff/

https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Schweizer-Rohstoffhaendler-verkaufen-DreckDiesel-in-Afrika/story/25296426

https://www.3sat.de/page/?source=/sfdrs/192201/index.html

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