Generalstreik in Griechenland: 100.000 demonstrieren (antikriegTV)

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Aus Protest gegen harte Sparmassnahmen und hohe Arbeitslosigkeit protestierten in Griechenland am Mittwoch nahezu 100.000 Menschen auf die Strassen gegangen. Umfangreiche Streiks legten das öffentliche Leben lahm.

Kleine Demonstrationen fanden auch in anderen Städten Griechenlands statt. In Thessaloniki versammelten sich ebenfalls mehrere zehntausend Menschen.

Die Proteste verliefen ohne schwerwiegende Zwischenfälle. In Athen schleuderten Vermummte in mehreren Fällen Steine gegen die Polizei. Die Polizei setzte teilweise Tränengas ein, um die Randalierer auseinander zu treiben.

“Ein Lehrer verdient 629 Euro. Wovon soll er leben, wenn er eine Miete von 250 Euro auf einer der Inseln zahlen muss”, sagte der Präsident der Lehrergewerkschaft, Christos Papachristos, im griechischen Radio. Dieses Jahr sollen 25’000 Staatsbedienstete entlassen werden.
Inzwischen beträgt die Arbeitslosigkeit 27 Prozent. Vor allem junge Leute leiden schwer: Mehr als 60 Prozent der Menschen unter 24 Jahren haben keinen Job.

Öffentlicher Dienst bestreikt
Am Streik nahmen vor allem Staatsbedienstete wie Beamte der Ministerien und des Steueramtes, Lehrer sowie Angestellte der staatlichen Eisenbahnen teil. Busfahrer in Athen gingen für sechs Stunden in den Ausstand. Spitalärzte behandelten nur Notfälle.

auch Behinderungen und Verspätungen im Flugverkehr, vor allem auf Inlandflügen. Erhebliche Probleme gab es auch bei der Küstenschifffahrt. Auch die Fähren zu den bei Touristen beliebten griechischen Inseln verkehrten nicht.

Die U-Bahnfahrer durften nicht streiken, weil die Regierung sie vor zwei Wochen nach mehrtägigen Streiks zum Dienst verpflichtet hatte. Dies gilt für 14 Monate.

Zu den Streiks hatten die beiden grössten Gewerkschaftsverbände GSEE und ADEDY sowie die Kommunistische Gewerkschaft PAME aufgerufen. Angestellte in Supermärkten, Taxifahrer und Hotelangestellte nahmen jedoch nicht daran teil. Auch alle Geschäfte und die meisten Banken waren

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