Gedenken an die gefallenen Soldaten in Afghanistan


Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das nicht nur ich schätze, sondern das auch von den Soldaten verteidigt wird und werden soll. Teil der Meinungsfreiheit ist es ohne jeden Zweifel auch, dass man die Einsätze der Bundeswehr für falsch hält, dass man die Bundeswehr als Mittel fremder Interessen und Mächte sehen darf (auch wenn das völlig unsinnig ist), dass man die Bundeswehr abschaffen möchte, ja es ist sogar Teil der Meinungsfreiheit in Deutschland, “Soldaten sind Mörder” sagen zu dürfen oder es gar als Aufkleber am Auto oder als Spruch auf dem Hemd zu tragen.

Es ist die Pflicht eines Deutschen Soldaten, auch dieses Grundrecht zu verteidigen, selbst wenn es gegen sie genutzt wird. Dieses Recht will niemand hier all denen absprechen, die sich negativ gegen die Bundeswehr oder diese Videos äußern wollen. Allerdings sind inzwischen mehrfach Angehörige und Kameraden der Gefallenen auf diese Videos gestoßen. Diese Menschen haben es auch so schon schwer genug mit dem Verlust ihres Kameraden order Anverwandten fertig zu werden und stellen sich mitunter selber die Frage nach dem Sinn, schließlich wäre ihr Sohn/Bruder/Vater/Kamerad ja noch am Leben, wäre die Bundeswehr nicht im Einsatzland.

So oder so ist es daher aber unzumutbar, diesen selbst unter dem Verlust leidenden Aussagen wie “Gut daß es sie erwischt hat, Soldaten sind Mörder” zuzumuten. Natürlich mögen auch solche Aussagen unter die Meinungsfreiheit fallen, doch auch ein dies Schreibender wird wohl kaum vergleichbar abfälliges und verhöhnendes auf der Beerdigung eines eigenen Verwandten hören wollen. Daher werden alle Kommentare gelöscht, die nicht unmittelbar in unkritischer Weise mit den Videos zu tun haben. Das Hausrecht bei unseren Videos wird also genutzt, um Schaden zu vermeiden, nicht um die Meinungsfreiheit zu beschneiden.

Was all die Kritiker auch immer sagen wollen, sie können es an zahllosen Orten im Internet machen, ohne dass ihre Meinungsfreiheit eingeschränkt wird. Hier jedoch wird vom Hausrecht gebrauch gemacht, um das Andenken nicht zu besudeln. Der Eingangstext richtet sich weder gegen den Pluralismus (zu dem sowohl eine Linke als auch eine Rechte politische Orientierung gehört), noch gegen freie Medien, noch gegen die Meinungsfreiheit. Tatsache ist aber, dass gerade die im Intro erwähnten gehäuft die Leistungen der Bundeswehr schlechtreden, die Opfer verhöhnen oder gar Verständnis bis Sympathie für die Täter zeigen. Um dies anzuprangern wird dies erwähnt.

Es ist hierbei erfreulich, dass Menschen die sich selber dezidiert als Linke zu erkennen geben, sich davon offensichtlich nicht angegriffen fühlten und ihre Solidarität mit den Gefallenen bekundeten. Unter die Meinungsfreiheit bei meinen Videos fallen auch keine Kommentare von Nutzern, die sich klare nazionalsozialistische Benutzernamen gewählt haben, selbst wenn sie noch so logisches oder sinnvolles sagen. Wer sich “siegheil”, “ah88” o.ä. ist hier nicht willkommen. Im Falle solcher Kommentare werden die Benutzer geblockt und die Kommentare entfernt. Dank der Hilfe von Michael Müller konnte der uns noch unbekannte Name ergänzt werden. In diesem neuen Video ist nun auch Hauptgefreiter Nowitzki berücksichtigt.

Gedenken an die in Afghanistan gefallenen Soldaten der Bundeswehr. Besuchen Sie www.soldatengedenken.de !

Soldatengedenken.de soll eine Seite werden, bei der allen getöteten Soldaten der Bundeswehr – und gerne auch des Bundesheeres und der Schweizer Streitkräfte gedacht wird.
Den Anstoß für die Schaffung solch einer Seite gab das offensichtliche Desinteresse an den Deutschen Opfern. Zwar wird in den Medien gemeldet “Drei Deutsche bei Selbstmordanschlag getötet”, nach 2-3 Wochen hört man jedoch nichts mehr davon, an ihre Namen können sich nur noch ihre Angehörigen erinnern.

Seit der Gründung der Bundeswehr sind über 2.600 Soldaten zu Tode gekommen, was einen erschreckenden Schnitt von etwa einem pro Woche ergibt. Natürlich sind dort auch Selbstmörder, Mordopfer von Kameraden, Opfer ihrer eigenen Fahrlässigkeit etc. mit eingerechnet. Das ändert jedoch nichts daran, daß diese Soldaten sich verpflichtet hatten – oder eingezogen wurden – um Deutschland, seine pluralistische Demokratie und die Freiheit seiner Menschen zu verteidigen. Also solches gebührt es ihnen, daß man sich an sie erinnert!

Im Internet gibt es eine Initiative, die die Lebensläufe der rund 3000 bei dem Anschlag vom 11. September getöteten sammeln will, um auch diese Opfer zu würdigen und vor dem Vergessen zu bewahren. Ähnliches hat Soldatengedenken.de vor. Es sollen irgendwann von möglichst allen Getöteten ein kurzer Lebenslauf, ein paar persönliche Informationen sowie ein Bild abrufbar sein. Damit soll ihr Opfer gewürdigt werden und ihnen gedacht werden.

Eine vorläufige Webseite mit Forum ist nun online.
Wir hoffen auf regen Informationsaustausch und Mitarbeit unter: http://soldatengedenken.de

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