EU weg – und was dann? Alternativen zur EU aus linkspopulärer Perspektive

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EU weg – und was dann? Alternativen zur EU aus linkspopulärer Perspektive

Auf eine Sache können sich unterschiedlichste politische Lager einigen: So wie die EU ist, kann und darf sie nicht bleiben. Doch in welche Richtung soll sie sich entwickeln Welche Schritte wären dafür nötig und in welchem Tempo? Daran scheiden sich die politischen Himmelsrichtungen.
Die Rechten wollen praktisch die europäische Zusammenarbeit abbrechen und die Völker Europas ethnisch-kulturell voneinander abschotten. Die EU-Enthusiasten aus dem linksliberalen und grünen Spektrum suchen das Heil in „mehr Europa“. Sie treten für weitere Kompetenzübertragung auf die supranationale Ebene ein und sehen in der Aufwertung des Europäischen Parlaments den Zauberstab, mit dem sich die EU in eine „Republik Europa“ oder „Vereinigte Staaten von Europa“ verwandeln lässt. Ein Teil von ihnen möchte ein „soziales Europa“, ein anderer mehr Marktfreiheit – beide wollen mehr offene Grenzen und weitgehende Auflösung der Nationalstaaten. Den radikalen Linken wiederum gilt die EU als Hort von Imperialismus, Militarismus und Neoliberalismus – hier träumt man wahrscheinlich von einem Bund sozialistischer oder kommunistischer Räterepubliken.

Diese von teils reaktionären, teils weltfremden Vorstellungen blockierte Diskussion wollen wir aufbrechen! Dafür haben wir mit dem Soziologen Prof. em. Wolfgang Streeck und dem Politikwissenschaftler Prof. Dirk Jörke zwei renommierte EU-kritische Fachleute eingeladen, die beide an eigenen alternativen Konzepte zur EU arbeiten. Streeck sah die Zukunft der EU als „Plattform für unterschiedliche Formen freiwilliger Kooperation zwischen den europäischen Nationen“, Jörke skizzierte eine „Konföderation europäischer Staaten“. Gemeinsam mit den beiden Aufstehen-Initiatoren wollen wir über ein realistisches Modell der europäischen Zusammenarbeit, das zu mehr Wohlstand, sozialer Gerechtigkeit und Demokratie führt, diskutieren.

Ihr könnt die Veranstaltung live bei Facebook, YouTube und Twitter verfolgen und direkt Fragen an unsere Gäste stellen. Wir freuen uns auf Eure Fragen und Ideen! Wir sehen uns!

Bilder: Streeck: MPIfG/Heike Steinweg ; Jörke: TU Darmstadt




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