ESSO-Häuser-Bürgerfragestunde im Bezirksamt Mitte, 19.12.2013



ESSO-Häuser-Bürgerfragestunde im Bezirksamt Mitte, 19.12.2013
Bezirksamt Mitte, Hamburg
19.12. 2013, 17:30
(utopieTV-doku-video)
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Das "St. Pauli Beben" in die Bezirksversammlung tragen!
ESSO-Ini: Go-in in die Bezirksversammlung!

Am Donnerstag tragen empörte BewohnerInnen und solidarische Menschen ihre Empörung in die Bezirksversammlung.

Wir sagen es reicht!
Seit Sonntag sind die ESSO-Häuser leer-evakuiert. Die Menschen stehen vor dem Nichts und das Bezirksamt scheint vorallem daran interessiert, den Abriss der Häuser nun schnellstmöglich über die Bühne zu bringen.

Dabei haben weit über Hundert Menschen in dieser Woche auf St. Pauli innerhalb von Minuten ihr zu Hause oder ihr Einkommen verloren. Ihre Sicherheit stand auf dem Spiel. Diese Situation ist keine Naturkatastrophe. Sie wurde in Kauf genommen:
– von den Vorbesitzern der Gebäude, die über Jahrzehnte nicht ausreichend in die Instandhaltung investiert haben — das ist über Gutachten belegt – und denen das städtische Grundstück 1997 trotzdem überlassen wurde,
– von dem aktuellen Eigentümer, der Bayrischen Hausbau, der die Häuser 2009 schon mit der Absicht abzureißen übernommen hat,
– von Politik und Verwaltung, die ihrer Aufsichtspflicht im Rahmen der Wohnungspflege nicht nachgekommen sind.

Wir verlangen eine sofortige praktische und soziale Unterstützung aller Betroffenen. Rückkehrrecht zu gleichen Konditionen und finanzielle Entschädigung für alle MieterInnen, insbesondere für betroffene GewerbemieterInnen durch den Eigentümer der Esso-Häuser.

Wir fordern eine Stadtentwicklung von Unten, die sich vorrangig an den Interessen des Stadtteils und der Mieter_innen ausrichtet und nicht an den Profitinteressen der Unternehmen! Das bedeutet: kein Belohnung von
Abrissspekulationen durch maßgeschneiderte Bebauungspläne für den Investor!
100% geförderter Wohnraum und günstige Gewerbemieten. Sonst nichts!

Wir verlangen eine transparente Offenlegung der statischen
Untersuchungen und ihrer Ergebnisse. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, was die tagelangen Untersuchungen in den Häusern ergeben hat und auf der Grundlage nun aller Wahrscheinlichkeit der Abriss der Häuser noch enorme beschleunigt werden soll.

Schließt Euch an und kommt zur Bezirksversammlung Mitte am 19.12. um 17.15h, Klosterwall 4

Hintergrund:
In der Nacht von Samstag auf Sonntag sind die ESSO-Häuser inkl. der Gewerberäume präventiv durch die Polizei geräumt worden. Grund waren von MieterInnen gemeldete Erschütterungenin einem der Wohngebäude. Die MieterInnen wurden notfallmäßig evakuiert und in einer Turnhalle untergebracht.
Dieser Notstand ist das Resultat einer jahrzenterlangen Vernachlässigung durch die Eigentümer. Die Logik der Investoren und der Politik, die Häuser verfallen zu lassen und auf den Abriss zu spekulieren, gefährdet die BewohnerInnen und Gewerbetreibenden. Die ESSO-Initiative hat schon vor Wochen eine Anzeige wegen Verstößen gegen das Hamburigsche Wohnraumgesetz gestellt. Diese Anzeige wurde vom Bezirksamt als nichtig erklärt.
Dieser Vorfall zeigt, dass es verantwortungslos ist, die Häuser weiterhin im Privateigentum der Bayerischen Hausbau zu belassen. Wir fordern analog zum Gängeviertel eine öffentlich-genossenschaftliche Lösung.
Esso-Häuser St. Pauli: Es geht um die Stadt – es geht ums Ganze!

http://mietenwahnsinn.rechtaufstadt.net/aktuell/spekulation-auf-abriss-gefährdet-menschenleben-esso-häuser-gehören-öffentlich-genossenschaft

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see you…

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