Essen aus dem Plastikmeer | Almeria-El Ejido (Dokumentation Arte 2001)

Sich Gedanken machen , darüber was wir uns in den Mund stopfen? Wohl eher nicht. Ausser es kommt uns ein EHEC-Bakterium in die Quere. Wieder mal typisch das alle nach dem Ursprung vom EHEC fragen und KEINE/ER nach dem Ursprung der Gurken und dem Ganzen anderen Drecksgemüse das nur noch in Laboren auf Optik designt ist und ohne ERDE zur Beinahereife gebracht wird.

Welche Auswirkung das konsumieren von diesem Schrott auf eine ganze Region hat zeigt das Doku, das schon älter ist. Sind die Zustände Heute vielleicht noch viel schlimmer? Die Herkunft von drei der in Hamburg gefundenen EHEC-kontaminierten Gurken lässt sich bis zu Unternehmen aus Malaga und Almeria in Spanien zurückverfolgen. Einkäufer für die Supermärkte fahren mit ihren Protzkarren vor und diktieren den Abnahmepreis. Wer täglich erntet kann nur ja sagen. Andernfalls muss er alles wegschmeissen. Natürlich übersteigt der Endpreis nicht mehr die Investitionen um das Siebenfache. Denn das Doku stammt aus 2001 und die Zeit ist fortgeschritten, das Monster “Konzerne ” ist gewachsen und die Marionetten müssen sich dem Druck beugen.

El Ejido ist Europas größter agrarindustriell genutzter „Wintergarten”. Die zum Anbau genutzten Treibhäuser bedecken eine große Fläche an Land; insgesamt sind rund 36.000 Hektar mit Plastik überzogen, was der Region den Beinamen „Mar del Plástico” eingebracht hat. Es ist die weltweit größte Anbaufläche unter Folie. Pro Jahr werden etwa 3 Mio. t. Treibhausgemüse produziert, ohne Erde! Spanien ist mit 600 000 Tonnen Gurkenproduktion im Jahr unangefochtener Europameister, ohne Erde. Die Dokumentation schildert anschaulich die Ausbeutung ausländischer Landarbeiter im Süden Spaniens und die Zerstörung einer ganzen Region.

Die einst wüstengleiche Region von Almería in Südspanien liefert im Winter ein Drittel des europäischen Bedarfs an Obst und Gemüse und erwirtschaftet zwei Drittel der Einnahmen der spanischen Landwirtschaft. Möglich ist dieses “Wirtschaftswunder” nur durch die Ausbeutung von Arbeitskräften, die über keinerlei Rechte verfügen. Fast 80.000 Einwanderer aus Nord- und Schwarzafrika sowie jüngst auch aus Lateinamerika und Osteuropa arbeiten meist ohne offizielle Aufenthaltsgenehmigung in den Gewächshäusern der Region.

Auch die Umwelt leidet unter der intensiven Landwirtschaft: Insektenbekämpfungsmittel verpesten die Luft und vergiften das Grundwasser, es entstehen Mondlandschaften, wo einst blühende Natur gedieh und einen Lebensraum für Tier und Mensch darstellte. Dieses System der industriellen Ausbeutung von Mensch und Land tritt im Dorf El Ejido besonders anschaulich zutage. Sie schlafen in “Chabolas”, kleinen Behausungen aus Karton oder Plastik, ohne Wasser und Stromanschluss. Diesen Menschen verdanken die Europäer ihr täglich frisches Obst und Gemüse.

Der selbe Innhalt aber aktueller: El Ejido — El Dorado unter Plastik
Dokumentarfilm Arte Frankreich/Belgien 2006, leider nicht in Deutsch:
http://www.youtube.com/watch?v=wgYNF5jO32Q

Essen aus dem Plastikmeer | Almeria-El Ejido (Dokumentation Arte/ZDF 2001):
Essen aus dem Plastikmeer | Almeria-El Ejido (Dokumentation Arte/ZDF 2001)

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