Essbare Begonien

Die Blüten mancher Knollenbegonie sind so sauer, dass man sie als Zitronenersatz in der Küche verwenden kann. Aber Vorsicht: Nicht jede der farbenfrohen und schönen Blüten schmeckt!

Blüten zum Naschen
Immer wieder stößt Barbara Krasemann beim Stöbern in Gartenbüchern auf ungewöhnliche, angeblich essbare Blüten. So ist die Gärtnerin auch darauf gekommen, Knollenbegonien zu probieren. Da die Pflanzen zudem schön sind, kaufte die Gärtnerin kurz entschlossen einige Pflanzen mit den unterschiedlichsten Blütenfarben und -formen. Die ersten Versuche, die Blüten zu essen, waren so überraschend wie unterschiedlich. Denn die Blüten besitzen zum Teil einen sehr sauren, würzigen Geschmack, lassen sich zum Marinieren von Fisch und Fleisch verwenden oder ersetzen den Essig in Salaten. Damit nicht genug: Die Pflanzen sind reichblühend und gedeihen sogar im Schatten. Doch nicht jede Sorte schmeckt. Einige sind so bitter, dass es einem den Mund zusammenzieht, andere so fad, dass es kaum lohnt, sie zu ernten.

Nachwuchs mit Geschmack!
Um ihre Favoriten auch in den kommenden Jahren ernten zu können, vermehrt Barbara Krasemann ihre Lieblings-Begonien selbst. Alles, was man dafür braucht, sind drei bis fünf gesunde Blätter. Denn Begonien sind so vermehrungsfreudig, dass selbst ein Blattstück reicht, um neue Pflanzen zu ziehen. Zum Zerteilen der Blätter verwendet man am besten ein scharfes Messer. Einmal in der Mitte geteilt und dann die Blatthälften in vier bis fünf Zentimeter lange Abschnitte unterteilt, können die Blattstecklinge dann in die Erde. Die sollte nährstoffarm und durchlässig sein, eine Aussaat- oder Vermehrungserde eignet sich gut. Sind die Stecklinge mit der Schnittseite nach unten im Substrat leicht angedrückt, muss nur noch angegossen werden. An einem hellen Platz wurzeln Begonien bei Zimmertemperatur innerhalb von drei bis vier Wochen. Nach dieser Zeit zeigen sich kleine Bündel von Jungpflanzen, die man dann Abnehmen und einzeln eintopfen kann.

Querbeet
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