„Ersetzungs-Migration“? Eva Herman bei RT zur UN-Studie über „Replacement Migration“

http://www.un.org/esa/population/publications/migration/migration.htm
http://www.un.org/esa/population/publications/ReplMigED/chap5-Concl.pdf

Im RT-Interview spricht die Journalistin Eva Herman Studien und Lösungsvorschläge der Vereinten Nationen an, die Anfang 2000 veröffentlicht wurden. Danach sollen die geburtenschwachen Staaten Europas nur durch Zuwanderung von Migranten (im erwerbsfähigen Alter) sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich eine Zukunft haben können. Titel, Ziel und Schlüsselbegriff des UN-Papiers ist „Replacement Migration“, also „Ersetzungsmigration“ – eine Ersetzung der Bevölkerung durch Einwanderer aus fremden Kontinenten. Eine rückläufige demografische Entwicklung in Europa und den USA durch negative „Fruchtbarkeitsmuster“ und das „sinkende Reproduktionsniveau“, so die Studie, machten schon bald, eine selbständige, wirtschaftliche Entwicklung der genannten Staaten unmöglich. In dem UN-Szenario werden bis zu 11 Millionen Einwanderer bis Ende 2016 – alleine für Deutschland – als Größenordnung genannt. Wer sich also derzeit über die durch Bundeskanzlerin Merkel ausgerufene bedingungslose Einwanderung noch wundern möchte, dürfte schlüssige Antworten in diesem UN-Papier finden. Ob die Deutschen und die Migranten von der durch Kriege und Einladungen herbeigeführten Völkerwanderung jedoch profitieren werden, bleibt eine andere Frage.

Die Journalistin Eva Herman sieht als Hauptursache der demographischen Entwicklung, welche ihren Lauf in den sechziger Jahren begann, (neben der legalisierten Einführung von Verhütungsmitteln) in allererster Linie den Feminismus, dessen Folgeprogramm im Jahr 1995 durch die UN -Weltfrauen-Konferenz in Peking als das neu entwickelte Geschlechterprogramm „Gender Mainstreaming“ nahezu weltweit verankert wurde. Eva Herman weist seit über 15 Jahren in ihren Interviews, Büchern und Artikeln auf dieses gesellschaftsumwälzende Problem höchster Relevanz hin. In den Gender-Programmen, die weltweit gesetzgebende Wirkung besitzen, wird in erster Linie eine Loslösung von den natürlichen, geschlechtsspezifischen Merkmalen und Unterschieden zwischen Mann und Frau gefordert, Gender wurde verpflichtend aufgenommen in die gesetzgebenden Politikprogramme der westlichen Welt (Auflösung der Geschlechter von Mann und Frau), und damit gleichzeitig die Fortführung der zuvor installierten Feminismus-Programme, zu denen in erster Linie die Erwerbstätigkeit der Frau gehört, während mit der Wichtigkeit der Zuwendung das Thema Kinder und Familie deutlich in den Hintergrund geschoben wird. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Wertschätzung für letztere Aufgaben rückten somit an drastisch nachgeordnete Position. Der zielgerichtete Fokus von Frauen in USA und Europa rückte durch dieses Umerziehungsprogramm, welches die westliche Welt innerhalb eines halben Jahrhunderts erheblich verändert hat, deutlich auf das Ziel von Beruf und Erwerbstätigkeit. Deutliche in den Hintergund hingegen geriet der Kinderwunsch sowohl bei den Frauen, als auch, durch den monetär ausgerichteten Fokus, schließlich bei den Männern: Die demografische Fehlentwicklung nahm ihren Lauf.

Eva Herman sieht im Gegensatz zu den Vereinten Nationen nicht die Zuwanderung aus geburtenstarken Kontinenten wie Afrika und Arabien als Lösung, sondern das Aufbrechen dieses überlebenswichtigen Themas innerhalb der westlichen Gesellschaft: Eine grundlegende Systemveränderung in der Gesellschafts- und Berufswelt. Feministische und Gender-Ziele wie die angebliche Unabhängigkeit der Frau vom Mann, die für die Atomisierung der Familie, der zahllosen Zerrüttung in Ehen und Partnerschaft verantwortlich sind, gilt es abzuschaffen. Familienerhaltende Programme auf Grundlage des natürlichen Lebens und Verhaltens von Mann und Frau wären neu zu konstruieren und zu begründen. Die Familie als kleinste Kern-Einheit einer Gesellschaft ist für diese überlebenswichtig. Sinn, Ziel und vor allem gesellschaftliche und finanzielle Wertschätzung derselben, sowie auch der Aufgabe der Mutterschaft innerhalb der Familie, gilt es deswegen wiederherzustellen. Dies liegt übrigens auch im Grundbedürfnis der Menschen selbst, wie eine europaweite Studie aus dem Jahr 2011 zeigt. Danach sind die „ganz normalen“ Menschen auf dem europäischen Kontinent zu fast sechzig Prozent der Ansicht, Frauen sollten sich wieder mehr ihrer traditionellen Rolle als Hausfrau und Mutter zuwenden.




  • Kommentare zum Video

    Benachrichtigung
    avatar
    5000
    wpDiscuz