Endlager Atommüll | Ab wann wird Regierungshandeln kriminell?

Explosionsgefahr in Gorleben: So erkennt der PTB-Zwischenbericht aus dem Jahr 1983 in den Gasvorkommen kein Problem, da diese im Salzstock selbst entstanden seien. Die Gasexplosion von Rambow spielt in den Betrachtungen gar keine Rolle mehr. “Es handelt sich hier aber offenbar nicht um eine Gaslagerstätte, denn in den entsprechenden Unterlagen der DDR wird hier keine Gaslagerstätte angegeben”, schreibt die Physikalisch-Technische Bundesanstalt lapidar.

1. (00:00) Frontal21, 02.11.2010
2. (08:25) ZDF heute, 03.09.2009
3. (10:02) Frontal21 – nachgehakt, 20.04.2010
4. (12:20) ZDF heute, 15.09.2010
5. (14:11) ZDF heute, 01.11.2010
6. (14:40) ZDF Morgenmagazin, 03.11.2010

Weitere Informationen sowie Dokumente zum Download:
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1001633,00.html

Das Bundesinnenministerium kommt auf dieser Grundlage zu dem Schluss: “Die Schachtvorbohrungen (Go 5001 und Go 5002) haben auf Anhieb geeignete Ansatzpunkte für die Schächte geliefert”. Warnungen, wie sie noch Ende 1982 das Bergamt Celle äußerte, da es im Falle des Antreffens von Gas eine Abdichtung des Bohrlochs Go 5002 kaum für möglich hielt, wurden schlicht ignoriert.

Dabei sind die Gasvorkommen laut dem Geologen Ulrich Schneider ein KO-Kriterium für das geplante Endlager. Die Kohlenwasserstoffgase, die von Rambow bis Wustrow “großflächig verbreitet” seien, und auch im Endlager nachgewiesen wurden und einen Flammpunkt von lediglich 20 Grad aufweisen, können bei Bohrungen nicht nur zu Explosionen führen.

Schwerwiegender ist die Wechselwirkung zwischen dem eingelagerten hochradioaktiven Atommüll und dem Gas. Die Fässer, die an der Oberfläche eine Temperatur von 200 Grad haben, würden zu einer Ausdehnung des Gases führen. Das Ergebnis beschreibt Schneider so: Sie nehmen eine Gaskartusche, stellen die in den Backofen. Sie drehen den Backofen auf 200 Grad. Was passiert? Das Haus ist weg.

Für das Endlager bedeutet dies: Durch die Ausdehnung des Gases entsteht Druck, der zu Haarrissen im Salzstock führt. So entstehen kleine Spalten, durch die Radionuklide, Gase und Lösungen aus dem Endlager heraus dringen können. Das Argument der Gorlebenbefürworter, wonach das Salz durch die Hitzeentwicklung den Atommüll fest und sicher umschließt, kann damit als widerlegt gelten. Durch die zahlreichen kleinen Gaseinschlüsse werde das Salz von innen her zerklüftet, erklärte Schneider, somit sei der einschlusswirksame Gebirgsbereich nicht mehr gegeben.

Deshalb kommen sowohl Schneider als auch Edler zu dem Ergebnis, dass das geplante Endlager Gorleben nicht als sicher gelten kann. Gorleben sei im wahrsten Sinne des Wortes verbrannt, so Edler. Umweltminister Röttgen forderte er auf, den Standort Gorleben sofort aufzugeben und alle Akten von sich aus auf den Tisch zu legen. “Man sollte die gefährlichsten Abfälle der Menschheit nicht auf einem Pulverfass lagern.” Der ganze Artikel: http://www.Heise.de/tp/r4/artikel/33/33598/1.html

Quelle und Zusammenstellung:

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