Ehrgeiz oder Muße | Von Arbeit und Trägheit


“Die sieben Todsünden: Trägheit” – Ein Film von Marie Kreutzer “Trägheit ist, wenn man nicht das macht, wozu man bestimmt ist.” – „Wenn alle träge wären, dann würde gar nichts passieren.” Sebastian und Nina haben nur eines gemeinsam: Sie sind beide 24 Jahre alt. Ihre Ansichten zum Thema Trägheit könnten unterschiedlicher nicht sein, und ihre Lebensentwürfe sind Welten voneinander entfernt.

Sebastian tut “nichts”

Sebastian hat seit seiner Matura und dem Bundesheer nur ein nach wenigen Monaten abgebrochenes Kolleg an einer Hotelfachschule hinter sich, eine Zeit, von der er sagt: „Den Druck hab ich nicht ausgehalten. Ich kann mit Autorität nicht umgehen.” Immer noch wohnt er bei seinen Eltern, immer noch verdient er kein Geld. Er liebt Musik und arbeitet unbezahlt als DJ. Obwohl er „nichts tut”, lebt er nicht ziellos in den Tag hinein, sondern hält sich an einen fixen, selbst gestalteten Tagesablauf, der aus Meditation, Sport und Plattenauflegen besteht. Hinter seinem „Faulenzerleben” steht so etwas wie eine Lebenseinstellung: „Ich mache konsequent das, was mir Spaß macht.”

Nina, “kann doch nicht nichts tun”

Nina hat an einem United World College maturiert, innerhalb von drei Jahren in London Wirtschaft studiert und bereits zwei Jahre für eine große Unternehmensberatung in Deutschland gearbeitet. Als Höhepunkte dieser Zeit nennt sie Beförderungen – „da war ich immer gut unterwegs” -, als Tiefpunkte Momente, in denen der Stress und das Pensum (mitunter 100 Arbeitsstunden pro Woche) einfach zu groß wurden. Jetzt ist Nina wieder in London, um an der Universität ihren Master zu machen, und gerät, was ihre berufliche Zukunft betrifft, ins Grübeln, weil sie in ihrem Leben „etwas wirklich Sinnvolles tun will”. Aber auch in ihrer Freizeit sitzt Nina nicht oft still; täglich betreibt sie Sport und sagt von sich: „Ich kann ja doch nicht nichts tun.”

Auf der Suche

Ist das Gegenteil von Trägheit nun Bewegung, Fleiß oder ganz einfach Entwicklung? Der Film möchte zwei unterschiedliche Wege der Entwicklung zeigen, zwei sehr verschiedene, aber signifikante Vertreter derselben Generation und ihre Ansichten zu einer Welt, in der Leistung Voraussetzung und Trägheit immer noch Todsünde ist. Sebastian und Nina haben mehr gemeinsam, als sie beide denken. Sie sind auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt und wollen sich dafür Zeit geben

Quelle: http://religion.orf.at/projekt03/tvradio/kreuz/kq080819_flug884_fr.htm

Junge Filmemacher verfilmten für “Kreuz&Quer” “Die sieben Todsünden” Im Rahmen einer Zusammenarbeit der ORF-TV-Hauptabteilung Religion und der Filmakademie in Wien entstanden sieben Dokumentationen über “Die sieben Todsünden”. Gezeigt werden die von Studenten der Filmakademie gestalteten Filme im Rahmen von “Kreuz&Quer”. Jungen österreichischen Filmemachern die Möglichkeit zu geben, anhand eines anspruchsvollen Themas ihre Kreativität auszuloten, ihre Ideen unter optimalen Bedingungen umzusetzen und einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren – dies ist der Gedanke hinter derm Projekt “Die sieben Todsünden”.

Die sieben Filme, die aus einem Drehbuchwettbewerb des ORF in Zusammenarbeit mit der Filmakademie Wien hervorgegangen sind, wurden von ORF-Programmdirektor Reinhard Scolik, den Akademie-Professoren Michael Haneke und Walter Wippersberg sowie von Gerhard Klein, Leiter der ORF-TV-Hauptabteilung Religion, am Dienstag, dem 9. November 2004, im ORF-Zentrum Wien präsentiert. Scolik: Junge Filmemacher gezielt fördern: Ehrgeiz oder Muße | Von Arbeit und Trägheit

Quelle: http://religion.orf.at/projekt02/events/0411/ti041110_todsuenden.htm

VideoGold.de

VideoGold.de

VideoGold.de ist seit 2007 das erste freie Videoportal Deutschlands, welches frei zugängliche Videos in Form von Berichten, Dokumentationen, Diskussionen, Filmen, Interviews, Livestreams, Musik-Videos, Serien, Trailer, Video-Clips und Vorträge in einer Mediathek vereint.



  • Kommentare zum Video

    Benachrichtigung
    avatar
    5000
    wpDiscuz