Dr. Andreas Khol – Ein weltoffener Konservativer über sein Leben und die Politik

Dr. Andreas Khol - Ein weltoffener Konservativer über sein Leben und die Politik

In der neuesten Ausgabe unseres Kitchen Talks ist Dr. Andreas Khol, einer der Grandseigneurs der österreichischen Politik, bei Alexander Stipsits zu Gast.

In diesem Interview spricht Dr. Khol über seine bewegende Familiengeschichte, seinen politischen Wertekompass und nimmt zu den wichtigsten Fragen unserer Zeit Stellung.

Seine Weltanschauung beruht u. a. auf den katholisch inspirierten Naturrechten und einem Rückbezug zu Gott, den er in diesem Gespräch erklärt. Für Dr. Khol hat der Mensch angeborene Rechte in die der Staat nicht eingreifen dürfe: Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Eigentum. Das sind Rechte, die jedem als Person zustünden. Vor allem die Freiheitsdimension des Privateigentums, das für Ihn zu den unveräußerlichen Rechten gehöre, betont Dr. Khol.

Der studierte Jurist deklariert sich als bekennender Europäer und erinnert an die historische Bedeutung des Benediktinerordens – “Ora et labora”, für die kulturelle Entwicklung Europas.

Das Ergebnis der Wahlen zum europäischen Parlament Ende Mai 2019 interpretiert Dr. Khol tendenziell positiv, vor allem die gestiegene Wahlbeteiligung sei erfreulich.

Die Schwäche der EVP bei dieser EU-Wahl erklärt der weltoffene Konservative u.a. mit dem Wegbrechen der französischen Konservativen und der Entscheidung Macrons sich mit seiner Partei den Europäischen Liberalen (und nicht der EVP) anzuschließen.

Zur Verteilungsfrage befragt führt Dr. Khol aus, dass der Gini-Koeffizient belege, dass es in Österreich eine relativ faire Vermögensverteilung gäbe, so bekämen 60% der Österreicher Sozialleistungen und für Ihn sei Österreich ein Land der sozialen Gerechtigkeit.

Die technologischen Entwicklungen & die Informationsrevolution im Internet bewertet Dr. Khol tendenziell positiv, die Kassandrarufe, dass der rasche Wandel Arbeitsplätze vernichten würde teilt er nicht, so gäbe es genügend Arbeit, diese gehe uns nicht aus, sie ändere sich nur und es gäbe zahlreiche neue Jobmöglichkeiten, wenn man die Veränderungen als Chance begreift und nutzt.

Wie steht er zur Causa Prima der letzten Wochen, dem Klimawandel?

“Wer den Klimawandel leugnet ist blind und taub und gefühllos” und “natürlich trägt der Mensch zum Klimawandel bei” macht Dr. Khol klar, wenngleich für Ihn der genaue Anteil, den der Mensch daran trage, schwer exakt zu quantifizieren sei, entscheidend sei aber der ausgelöste Bewusstseinswandel im Verhalten der Menschen (Umstieg auf Öffis, Fahrräder, Elektroroller, …).

Was man zum Klimaschutz sofort machen sollte ist Feuerwerke zu Silvester zu verbieten, da diese eine enorme Feinstaubbelastung bewirken würden.

Zu den Krisenherden der Welt befragt stellt Dr. Khol fest, dass die europäische Uraggressivität, welche die Weltkriege verursacht hat, durch die Einigung Europas verschwunden sei (“Europäer haben aus den vielen Kriegen gelernt”), das Verhältnis EU-Russland Schwankungen unterworfen ist, wobei er die Ukrainepolitik der EU kritisiert, ein Krieg mit Russland ist für ihn dennoch unvorstellbar geworden.

Dr. Khol sieht China als ambivalente Großmacht, die für Ihn aber keine kriegerischen Absichten hätte. Sorgen machen ihm aber der Nahe Osten und einzelne Länder in Afrika, wobei in Afrika zwischen den einzelnen Ländern differenziert werden müsse.

Als ehemaliger Obmann des Seniorenbundes sieht Dr. Khol den Generationenvertrag nicht gefährdet. Der mehrfache Großvater Khol erinnert an die freiwillige Umverteilung von Oma und Opa an die Enkel, sowie die Steuerleistung der Pensionisten, die auch den Jungen zu Gute käme.

Khol appelliert an das Gefühl der Verantwortungsbereitschaft der mittleren Generation und an die Jugend selbst, die in Österreich großartige Chancen habe sich aus- & fortzubilden, da die Ausbildung, verglichen mit vielen anderen Ländern großartig wäre und de facto nichts koste.

Abschließend angesprochen auf sein enttäuschendes Wahlergebnis als Kandidat der ÖVP bei der Bundespräsidentenwahl 2016 überrascht Dr. Khol mit der Aussage, dass die Zeit seiner Präsidentschaftskandidatur – vom Jänner bis zum April 2016 – die schönste Zeit seiner politischen Karriere gewesen ist, da er in diesem Wahlkampf zahlreiche sehr berührende und für ihn schöne Begegnungen mit vielen Menschen hatte.

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